Das Wunder der Freiheit und Einheit

Mit Zeitzeugen auf dem Weg der Friedlichen Revolution

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Beschreibung

3. Oktober 1989: Honecker schließt die letzte offene Grenze der DDR. Die Welt hält den Atem an. Es folgen 38 bewegende Tage, bis sich die Mauer öffnet. Über 50 Zeitzeugen nehmen uns Tag für Tag mit hinein, darunter Politiker wie Hans-Dietrich Genscher und Christine Lieberknecht sowie Akteure der Friedlichen Revolution wie Christian Führer und Uwe Holmer. Autoren aus Ost und West vertiefen dies in Hintergrundberichten und biblischen Impulsen und geben Anstöße, sich mit seinem Glauben auch heute in der Gesellschaft einzumischen. Damals waren es Kerzen und Gebet - und heute? Ein Buch für die persönliche Andacht wie auch für Gruppengespräche.

Harald Bretschneider
Oberkirchenrat i.R. der sächsischen Kirche (Dresden), Urheber der bekannten Grafik "Schwerter zu Pflugscharen" und Akteur der Friedlichen Revolution. Bernd Oettinghaus
Ev. Diplomtheologe (Frankfurt), Leiter der Gebetsinitiative "Runder Tisch Gebet" der Lausanner Bewegung in Deutschland und der Projektgruppe "3. Oktober - Gott sei Dank!" Frank Richter
Leiter der sächsischen Zentrale für politische Bildung (Dresden) und und als ehemaliger Domkaplan in Dresden Akteur der Friedlichen Revolution.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 21.11.2014
Herausgeber Harald Bretschneider, Bernd Oettinghaus, Frank Richter
Verlag SCM Hänssler
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Dateigröße 9848 KB
Auflage 3. Auflage
Sprache Deutsch
EAN 9783775172493

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Schwerter zu Pflugscharen, wie die Kirchen die Wende 1989 geprägt haben. Spannende Zeitzeug*innenberichte, ein wichtiges Buch.

SternchenBlau am 07.10.2019

Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Spannende Zeitzeug*innenberichte, ein wichtiges Buch. Diese Zeilen schreibe ich am 7. Oktober 2019. Heute hätte die DDR ihren 70. Jahrestag feiern können – wenn sie nicht zuvor untergegangen wäre, untergegangen wegen des Protests von vielen einzelnen, mutigen Menschen. Diese friedliche Wende schildert „Das Wunder der Freiheit und Einheit“ in Form von eindringlichen Zeitzeug*innenberichten aus dem kirchlichen Umfeld. Teile einer Bewegung Es ist ein Dilemma der Geschichtswissenschaft, dass sich Errungenschaften von Einzelpersonen leichter darstellen lassen und dadurch fast zwangsläufig die Bedeutung von Gruppen quasi unter den Tisch fallen. (Der Klassiker zum Emplotment in den Geschichtswissenschaften ist „Metahistory“ von Hayden White). „Das Wunder Freiheit und Einheit“ zeigt nun die Gesichter einer solchen Bewegung, die ihre Meinung „mit den Füßen“ auf den Straßen und Plätzen kund getan hat und so zu einem friedlichen Systemsturz führte. Zentral dafür sind die Montagsgebete in Leipzig gewesen, die bereits ab 1982 stattfanden. Die beiden Herausgeber verfolgen die Geschehnisse in ihrem Buch tageweise vom 3. Oktober bis zum 9. November 1989. Im Vorwort raten sie, das Buch tageweise zu lesen, wie auch die Ereignisse im Herbst 1989 tageweise von statten gingen. Ich denke, das ist eine hervorragende Herangehensweise an dieses Buch, weil man als Leser*in darüber nochmal besser nachvollziehen kann, dass dieser Prozess nicht über Nacht geschehen ist. Und wie brenzlig die ganze Situation war, wie leicht sie hätte kippen und sich die Niederschlagung des Aufstands 1953 oder des Prager Frühlings vielleicht doch hätten wiederholen können. Die Hintergründe zuvor und die Auswirkungen nach diesen beschrieben Tage werden dabei immer wieder mitgeschildert. Mit der Bibel als Basis Jeder Tag wird mit einem Bibelspruch eingeleitet. Für Atheist*innen könnten die Bibelzitate möglicherweise befremdlich sein. Sie zeigen aber, wie sehr eine pazifistische und freiheitliche Haltung bereits in der jüdisch-christlichen Tradition des sogenannten Abendlandes verankert ist. Natürlich gab es auch Oppositionsbewegungen außerhalb der beiden Kirchen. Die Kirchen waren für die friedliche Wende 1989 aber unbestritten ein wichtiger Motor, und dieses Buch zeichnet auf eindringliche Weise diese Geschichten nach. Die Historie ist auch im Fall der Wende nicht frei von Absurditäten: Die UdSSR entlehnte in den 1950ern das Bibelzitat „Schwerter zu Pflugscharen“ und die entsprechende Plastik schenkte Chruschtschow sogar der UNO in New York. Als diese 1980 von der evangelischen Kirche aufgegriffen (Autor Bretschneider war der Urheber) und auf 100.000 Stofflesezeichen gedruckt wurde, standen diese unter Stasi-Beobachtung. Gender-Missverhältnis Von den 57 Zeitzeugen-Autor*innen sind nur vier Frauen. Da hätte ich mir deutlich mehr Gender-Vielfalt gewünscht, erst recht, weil es in evangelischen Kirche Pastorinnen gibt. Zugegebenermaßen ist das Buch erstmals bereits vor zehn Jahren zum 20. Jahrestag digital erschienen (nun wurden Vor- und Nachwort ergänzt) und ich hoffe, dass die Herausgeber die Autor*innen-Auswahl heute anders gestalten würden. Ich habe lange überlegt, aber ich finde dieses Verhältnis so unausgewogen, dass ich dafür einen Stern abziehe – obwohl ich das Buch so wichtig finde. (Ein Abschnitt im Nachwort, der mir zu sehr auf Mann-Frau-Beziehungen gemünzt ist und die Verpflichtung Kinder zu kriegen, war dann noch das Zünglein an der Waage.) Fazit Anhand „Das Wunder der Freiheit und Einheit“ lässt sich hervorragend die Wende 1989 mit spannenden Zeitzeugen nachvollziehen. Allerdings finden sich darunter nur wenige Zeitzeuginnen, dafür ziehe ich bei dem tollen Buch einen Stern ab und ergebe 4 von 5 Sternen.

Schwerter zu Pflugscharen, wie die Kirchen die Wende 1989 geprägt haben. Spannende Zeitzeug*innenberichte, ein wichtiges Buch.

SternchenBlau am 07.10.2019
Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Spannende Zeitzeug*innenberichte, ein wichtiges Buch. Diese Zeilen schreibe ich am 7. Oktober 2019. Heute hätte die DDR ihren 70. Jahrestag feiern können – wenn sie nicht zuvor untergegangen wäre, untergegangen wegen des Protests von vielen einzelnen, mutigen Menschen. Diese friedliche Wende schildert „Das Wunder der Freiheit und Einheit“ in Form von eindringlichen Zeitzeug*innenberichten aus dem kirchlichen Umfeld. Teile einer Bewegung Es ist ein Dilemma der Geschichtswissenschaft, dass sich Errungenschaften von Einzelpersonen leichter darstellen lassen und dadurch fast zwangsläufig die Bedeutung von Gruppen quasi unter den Tisch fallen. (Der Klassiker zum Emplotment in den Geschichtswissenschaften ist „Metahistory“ von Hayden White). „Das Wunder Freiheit und Einheit“ zeigt nun die Gesichter einer solchen Bewegung, die ihre Meinung „mit den Füßen“ auf den Straßen und Plätzen kund getan hat und so zu einem friedlichen Systemsturz führte. Zentral dafür sind die Montagsgebete in Leipzig gewesen, die bereits ab 1982 stattfanden. Die beiden Herausgeber verfolgen die Geschehnisse in ihrem Buch tageweise vom 3. Oktober bis zum 9. November 1989. Im Vorwort raten sie, das Buch tageweise zu lesen, wie auch die Ereignisse im Herbst 1989 tageweise von statten gingen. Ich denke, das ist eine hervorragende Herangehensweise an dieses Buch, weil man als Leser*in darüber nochmal besser nachvollziehen kann, dass dieser Prozess nicht über Nacht geschehen ist. Und wie brenzlig die ganze Situation war, wie leicht sie hätte kippen und sich die Niederschlagung des Aufstands 1953 oder des Prager Frühlings vielleicht doch hätten wiederholen können. Die Hintergründe zuvor und die Auswirkungen nach diesen beschrieben Tage werden dabei immer wieder mitgeschildert. Mit der Bibel als Basis Jeder Tag wird mit einem Bibelspruch eingeleitet. Für Atheist*innen könnten die Bibelzitate möglicherweise befremdlich sein. Sie zeigen aber, wie sehr eine pazifistische und freiheitliche Haltung bereits in der jüdisch-christlichen Tradition des sogenannten Abendlandes verankert ist. Natürlich gab es auch Oppositionsbewegungen außerhalb der beiden Kirchen. Die Kirchen waren für die friedliche Wende 1989 aber unbestritten ein wichtiger Motor, und dieses Buch zeichnet auf eindringliche Weise diese Geschichten nach. Die Historie ist auch im Fall der Wende nicht frei von Absurditäten: Die UdSSR entlehnte in den 1950ern das Bibelzitat „Schwerter zu Pflugscharen“ und die entsprechende Plastik schenkte Chruschtschow sogar der UNO in New York. Als diese 1980 von der evangelischen Kirche aufgegriffen (Autor Bretschneider war der Urheber) und auf 100.000 Stofflesezeichen gedruckt wurde, standen diese unter Stasi-Beobachtung. Gender-Missverhältnis Von den 57 Zeitzeugen-Autor*innen sind nur vier Frauen. Da hätte ich mir deutlich mehr Gender-Vielfalt gewünscht, erst recht, weil es in evangelischen Kirche Pastorinnen gibt. Zugegebenermaßen ist das Buch erstmals bereits vor zehn Jahren zum 20. Jahrestag digital erschienen (nun wurden Vor- und Nachwort ergänzt) und ich hoffe, dass die Herausgeber die Autor*innen-Auswahl heute anders gestalten würden. Ich habe lange überlegt, aber ich finde dieses Verhältnis so unausgewogen, dass ich dafür einen Stern abziehe – obwohl ich das Buch so wichtig finde. (Ein Abschnitt im Nachwort, der mir zu sehr auf Mann-Frau-Beziehungen gemünzt ist und die Verpflichtung Kinder zu kriegen, war dann noch das Zünglein an der Waage.) Fazit Anhand „Das Wunder der Freiheit und Einheit“ lässt sich hervorragend die Wende 1989 mit spannenden Zeitzeugen nachvollziehen. Allerdings finden sich darunter nur wenige Zeitzeuginnen, dafür ziehe ich bei dem tollen Buch einen Stern ab und ergebe 4 von 5 Sternen.

Rückblick auf einige Tage im Oktober/ November 1989 in der DDR

Bewertung aus Bonn am 16.09.2019

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Das Buch hat mich deshalb interessiert, da ich den Titel und auch den Untertitel gut finde. Diese Buch kam bereits als E-Book zum zwanzigjährigen Mauerfall -Jubiläum raus. Nun zum 30. als Hardcoverausgabe. Die Aufteilung in Zeitzeugnis und Hintergrund fand ich gut gewählt. Die Aufteilung ist nicht immer so, aber voran gestellt ist immer ein Vers aus der Bibel, da dieses Buch mit kirchlichen Hintergrund geschrieben ist. Auch nicht konfessionsgebundene Leser, ob West ob Ost, ob groß ob klein, sollten dieses Buch lesen. Es kommen Weggefährten der Wendezeit zu Wort. Ein wertvolles Buch wie ich finde. Das Buch umfasst 290 Seiten und bekommt von mir vier Sterne und eine Leseempfehlung. Die Rezension hat meine Frau K. Schmale erstellt.

Rückblick auf einige Tage im Oktober/ November 1989 in der DDR

Bewertung aus Bonn am 16.09.2019
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Das Buch hat mich deshalb interessiert, da ich den Titel und auch den Untertitel gut finde. Diese Buch kam bereits als E-Book zum zwanzigjährigen Mauerfall -Jubiläum raus. Nun zum 30. als Hardcoverausgabe. Die Aufteilung in Zeitzeugnis und Hintergrund fand ich gut gewählt. Die Aufteilung ist nicht immer so, aber voran gestellt ist immer ein Vers aus der Bibel, da dieses Buch mit kirchlichen Hintergrund geschrieben ist. Auch nicht konfessionsgebundene Leser, ob West ob Ost, ob groß ob klein, sollten dieses Buch lesen. Es kommen Weggefährten der Wendezeit zu Wort. Ein wertvolles Buch wie ich finde. Das Buch umfasst 290 Seiten und bekommt von mir vier Sterne und eine Leseempfehlung. Die Rezension hat meine Frau K. Schmale erstellt.

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