Ágnes Heller greift zurück bis in die Antike, um zu zeigen, unter welchen Umständen Vorurteile entstehen können. Sie fragt nach gesellschaft lichen und psychologischen Voraussetzungen und analysiert die grundlegenden Vorurteile der Moderne: rassische, ethnische und religiöse Vorurteile, Klassenvorurteile, Vorurteile gegen Frauen und sexuelle Vorurteile. Von Sokrates bis Shakespeare, von Leibniz über Weber bis Foucault und Luhmann führt uns die Grande Dame der Philosophie vor Augen, was sie auch persönlich im 20. und 21. Jahrhundert erlebt hat und noch erlebt: einen ganzen Kosmos von Vorurteilen.
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4.0/5.0
Marie-Therese Reisenauer
aus Wien
4/5
02.12.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ganz ohne Vorurteil
Vorurteile sind so alt wie die Menschheit. Agnes Heller, die Grande Dame der Philosophie befleissigt sich der Geschichte der Vorurteile, und beginnt damit in der Antike. Der Bogen spannt sich bis zur Gegenwart, und als geneigter Leser kommt man ordentlich ins Staunen, was es da so alles gibt. Warum kommt es überhaupt dazu, was sind die Grundlagen? Garantie, dass nach Lektüre des Werkes der Leser sich als vorurteilsfrei entpuppt, gibt es keine. Aber Nachdenken darüber ist allemal angesagt.
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