Ein Mann sammelt Dinge – nach herrschenden Maßstäben völlig wertlosen Kram. Doch jedes dieser Dinge hat eine Geschichte zu erzählen, die es für ihn zu einer wertvollen Antiquität werden lässt. Eine Beschreibung eines Mannes, dem die Beziehung zu Gegenständen befriedigender erscheint als die zur nicht eben unkomplizierten Menschheit. Oder auch: Ein überreich bebildertes Buch über einen Lebensautodidakten, der sich mit einem Haufen toter Materie dem Gezeppel der Welt elegant zu entziehen versucht. „GUTEN TAO. Diese zwei geheimnisvollen mit türkisem Filzstift geschriebenen Worte standen auf dem aus einem Schulheft (liniert) gerissenen Zettel, den er vor gut und gerne 40 Jahren von der Straße aufgehoben hatte. Die Worte hatten in ihm ein wohliges Gefühl der Verbundenheit mit diesem eigenartigen Planeten ausgelöst. Aber warum zum Teufel hatte er ihn über all die Jahre bewahrt?“ So beginnt „Der Herr der Dinge“ seine geniale Erzählung eines Lebens in unübertroffen skurrilen Bildern – die nicht zuletzt in den Köpfen der Leser ihre eigenen Geschichten auslösen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Marie-Therese Reisenauer
aus Wien
4/5
06.11.2014
Buch (Taschenbuch)
Skurril, liebenswert
Wir alle kennen ja den Begriff des Sammlers. Diese Spezies zeichnet sich durch den Drang alles und jedes sammeln zu wollen, das ihrem Interesse entspricht. Während die einen die holde Kunst bevorzugen, lieben andere vielmehr das Bedeutungslose. Wie z.B. einen Schmierzettel auf dem mittels türkisenem Filzstift "Guten Tag" geschrieben steht. Doch vielleicht ist dieser gar nicht so ohne Bedeutung. Schon Andre Heller fabulierte einst "die wahren Abenteuer sind im Kopf", so auch beim Herrn der Dinge. Schauen Sie doch selber nach.
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