Produktbild: Pfaueninsel

Pfaueninsel Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2014

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21/13,7/3,2 cm

Gewicht

437 g

Farbe

Grau / Weiß

Auflage

12. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-04599-4

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Hettche erweist sich erneut als einer der elegantesten und raffiniertesten Stilisten der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.«
»Mach Platz, Günter Grass! Es gibt jetzt einen zweiten bedeutenden Roman in der Gegenwartsliteratur über Kleinwüchsige, Pfaueninsel von Thomas Hettche.« ("ARD druckfrisch")
»[...] so gut austariert, stilistisch auf hohem Niveau, wohltemperiert und vor allem: Wissen und Erkenntnis mit Anteilnahme und Leidenschaft mischend.« ("Die Zeit")
»[...] seit Kehlmanns Vermessung der Welt habe ich keinen Erzähler mehr so souverän mit Ideen spielen sehen [...]« ("Deutschlandfunk")
»Es gibt derzeit wohl kaum einen deutschsprachigen Autor, der so viele unterschiedliche Genres so versiert bedienen kann. [...] Ja, verdient hätte Hettche den Buchpreis deswegen allemal.« ("NDR")
»Ein in jeder Hinsicht (auch optisch) schillerndes Buch über unsere Vorstellung von Schönheit – mit erschreckenden Abgründen.« ("Brigitte")
»Hettche erzählt [...] so berührend und poetisch, als hätte ihm Chamisso die Geschichte eingeflüstert.« ("Märkische Oderzeitung")
»Der Roman ist ein Sprachkunstwerk ersten Ranges. [...] Darüberhinaus ist Pfaueninsel eine wunderbare Reminiszenz an die großen deutschen Romantiker Novalis, Hoffmann und Tieck.« ("Deutsche Welle Literatur")
»Seine präzise, stilsichere Sprache, seine Erzähllust und sein tiefes Verständnis für die Substanz des Stoffes hebt das Buch aus der Galaxie historischer Romane heraus.« ("Märkische Allgemeine")
» Pfaueninsel ist der Roman des Jahres. Er hat ein breites Publikum verdient.« ("Frankfurter Neue Presse")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2014

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21/13,7/3,2 cm

Gewicht

437 g

Farbe

Grau / Weiß

Auflage

12. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-04599-4

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

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  • Bewertung

    5/5

    30.06.2017

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die kleinwüchsige Marie kommt...

    Die kleinwüchsige Marie kommt als Kind mit ihrem Bruder als Attraktion auf die Pfaueninsel. Dort erlebt sie Aufstieg und Niedergang des Lustschlosses der preußischen Könige.

  • Sonja

    aus Freiburg

    4/5

    16.03.2016

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Oben betrachtet, aber trotzdem...

    Von Oben betrachtet, aber trotzdem tiefgründig!

  • Bories vom Berg

    aus München

    4/5

    16.12.2014

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein leises Buch Als (schon…

    Ein leises Buch Als (schon etwas älteres) Berliner Kindl hat mir der Romantitel «Pfaueninsel» schöne und ferne Erinnerungen an ein beliebtes Ausflugsziel wachgerufen, die ich mit dem neuen Roman von Thomas Hettche nicht nur wieder auffrischen, sondern auch um viele interessante Details ergänzen konnte. Der Mythos der Insel in der Havel dient dem Autor als exotischer Hintergrund seiner Biografie des kleinwüchsigen Schlossfräuleins Marie. Die Vorlage für seine Protagonistin bildet die historisch belegte Schlossjungfer Marie Strakow (1805-1878), deren Grabstein sich auf dem Friedhof Nikolskoe in Berlin-Wannsee befindet. Marie Strakon, wie sie im Roman heißt, kommt als Kind mit ihrem kleinwüchsigen Bruder auf die Insel und verbringt dort ihr ganzes Leben, ohne sie je wieder zu verlassen. Nur an einem einzigen Tage ist sie, als ältere Frau schon, zu einem kurzen Besuch in Berlin, einer frisch aufgeflackerten Liebe wegen, die sich aber als Illusion erweist. Schockierend und sie ihr ganzes Leben verfolgend ist gleich zu Beginn der Geschichte eine überraschende Begegnung Maries mit Königin Luise, die auf der Suche nach einem verschlagenen Ball ihr im Wald plötzlich gegenübersteht und sie erschrocken «Monster» schimpft. Den preußischen Königen diente die Pfaueninsel als Refugium, das sie zu einem künstlichen Paradies umgestalten ließen nach den naiven Vorstellungen der damaligen Zeit. Dazu gehörten denn auch neben den dort angesiedelten Pfauen und einer Vielzahl anderer freilebender Tiere eine Bepflanzung mit exotischen Gewächsen aus aller Welt sowie eine Menagerie. Hettche schildert in seiner auf umfangreichen Recherchen basierenden Geschichte die stetige Fortentwicklung dieser Insel im Neunzehnten Jahrhundert, erzählt von den Mühen und Rückschlägen bei dem Unsummen verschlingenden Versuch, mit Gewalt der Natur ins Handwerk zu pfuschen. All dies ist eng mit der Lebensgeschichte von Marie verwoben, die als Zwerg zusammen mit ihrem Bruder ebenso zu der Kuriositätensammlung des Königs gehört wie ein Riese und ein Mohr. Es ist beklemmend zu lesen, wie Marie ihr Leben lang unter dem Fluch des bösen Wortes der Königin steht, als «Monster» eine Sonderrolle einnimmt. Als sie vom Neffen ihres Ziehvaters schwanger wird und einen gesunden Buben zur Welt bringt, muss sie enttäuscht erleben, wie sie allein gelassen wird, später wird ihr sogar das Kind weggenommen. Es gelingt Thomas Hettche, das subtile Beziehungsgeflecht seiner vielen, anschaulich geschilderten Figuren einfühlsam darzustellen, sie alle erscheinen geradezu leibhaftig vor dem Auge des Lesers. Flora und Fauna nehmen einen breiten Raum ein in diesem ruhig erzählten Entwicklungsroman, in dem es um Naturfrevel, Schönheit, Menschenwürde und Seelenleben, aber auch um das Verrinnen der Zeit geht. Hettches minutiöse Naturbeschreibungen dürften allerdings nicht jedermanns Sache sein, und besonders langatmig wirken detaillierte Inventarlisten des Zoos mit Arten, die allenfalls Biologen etwas sagen. Absolut überflüssig aber und als Fremdkörper wirkend sind meiner Meinung nach die Gott sei Dank wenigen voyeuristischen Passagen, inzestuöse Spiele zwischen den beiden Zwergen zum Beispiel oder eine Orgie beim König, den Marie mit Fellatio beglückt. Das prächtige Palmenhaus der Pfaueninsel ist am Ende Schauplatz für den Tod der achtzigjährigen Marie. Sie trifft dort ein letztes Mal auf Peter Schlemihl, jener Figur von Chamisso gleich, dem Mann ohne Schatten, im Bunde mit dem Teufel. Ein verheerendes Feuer bricht aus, in dem Marie umkommt, - sie hat es selbst gelegt. Hettches Prosa lässt den Leser bei seinem Ausflug in eine fremde Welt ziemlich betroffen zurück, aber auch auf angenehme Weise bereichert von einem so wunderbar «leisen» Buch.

  • Marie-Therese Reisenauer

    aus Wien

    4/5

    03.10.2014

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Paradies - gibt es nicht

    Die Pfaueninsel, einst Rückzugsort der preussischen Könige, erweist sich bei Hettches Roman als märchenhaft schauriges, historisches Ambiente, welches er wieder aufleben lässt, durch die Geschichte der kleinwüchsigen Marie, und ihrer verbotenen Liebe. Zwischen Löwen und Kängurus angesiedelt verbringt das kleinwüchsige Geschwisterpaar Marie und Christoph sein Leben. Dem Autor gelingt es auch die Kulturgeschichte de Hortensie spielend zu integrieren, samt müheloser Volts zu Chamissos "Peter Schlemihl". Mit großer Fabulierkunst ausgestaltet, steht der Roman vollkommen zu recht, auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

  • Bewertung

    aus Lauterbach

    5/5

    29.10.2014

    eBook (ePUB 3)

    ein bewegendes Leseerlebnis

    Ein kluges, tief bewegendes Buch, dessen Atmosphäre einen gefangen nimmt. Wer einmal selbst auf der Pfaueninsel war, wird das Magische dieses Ortes wiedererkennen. Die Sprache - poetisch und spröde zugleich, manchmal "zärtlich", so paradox dies klingen mag, schafft mit wenigen Worten eine Atmosphäre, die die Melancholie und den Aufbruch in der Zeit, von der das Buch handelt, ausdrucksstark wiedergibt. Aber auch die Personen nehmen einen gefangen. je tiefer man eintaucht, umso mehr nimmt man Anteil an ihrer Liebe, an ihrem Glück und ihrer Trauer. Fazit: ein außergewöhnliches Leseerlebnis!

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