Eine Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte, ein Teelichthalter aus grünem Glas, ein altes Buch – drei von vielen Dingen, die die zerstrittenen Eltern Jasmin und Vincent und ihre heftig pubertierenden Kinder plötzlich überall im Haus finden. Gegenstände, die Erinnerungen wecken an die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Ehe. Aber diese Funde sind kein Zufall. Sorgfältig hat Emilia, die kürzlich verstorbene Großmutter, in ihren letzten Tagen diese Spuren gelegt. In der Hoffnung, ihre auseinanderbrechende Familie wieder zusammenführen zu können. Doch ist der Zauber der Erinnerung stark genug?
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Gefühlvolle Familiengeschichte
Büchersüchtig am 20.07.2015
Bewertungsnummer: 884668
Bewertet: eBook (ePUB)
INHALT:
Kurz vor ihrem Tod hat Emilia (die Großmutter von Philipp und Kea, Mutter von Vincent und Schwiegermutter von Jasmin) Erinnerungen an glückliche Zeiten im ganzen Haus versteckt. Diese Dinge wie z.B. ein gemaltes Bild, eine kitschige Uhr, einen Teelichthalter und Familienfotos sollen Kea, Philipp und ihre Eltern an die Vergangenheit erinnern. Denn nun sind Streitereien oder Anschweigen an der Tagesordnung und die Familie steht kurz vor dem Auseinanderbrechen. Können Emilias Andenken die schönen Zeiten zurückbringen und die Ehe von Vincent und Jasmin retten?
MEINE MEINUNG IN KURZFASSUNG:
Kauf-/Lesegrund: Der Klappentext und das hübsche Cover haben mich angesprochen. Die namensgebenden "Kirschenblütentage" erinnern die Familienmitglieder an die warmen Frühlingstage, wo sich die Familie unter dem blühenden Kirschbaum im Garten bei Kaffee und Kuchen getroffen hat.
Reihe: Nein, Einzelbuch
Handlungsschauplatz: Der Schauplatz wird nicht näher erwähnt, aber ich denke, dass sich die Geschichte in einer deutschen Stadt zuträgt.
Handlungsdauer: Die Story beginnt im März (wo Emilia die Erinnerungsstücke versteckt) und endet im darauffolgenden Sommer.
Hauptpersonen: Die 17-jährige Kea ist Schülerin, sehr hübsch, beliebt und in ihren Mitschüler Mirco verliebt, weshalb sie sogar in der Theatergruppe mitmacht. Ihr 16-jähriger Bruder Philipp ist das Gegenteil der schlanken Kea, denn der Schüler ist moppelig und ein Einzelgänger. Der Schüler liebt Musik und postet Videos auf YouTube, auf denen er sich allerdings nur im Schatten zeigt. Ihr Vater Vincent interessiert sich nur mäßig für seine Kinder, dafür ist der Immobilienmakler zu sehr beschäftigt und betrügt nebenbei auch noch seine Frau. Vincents langjährige Ehefrau Jasmin kümmert sich um Haushalt, Kinder und hat ihre Schwiegermutter Emilia bis zu ihrem Tod gepflegt, doch manchmal fühlt sich die Blondine überfordert und bekommt von ihrem Mann wenig Aufmerksamkeit.
Kea, Philipp, Vincent und Jasmin wurden als authentische und facettenreiche Protagonisten mit Problemen, Träumen, Ecken & Kanten geschildert. Während mir Jasmin gleich auf Anhieb sympathisch war, bin ich mit dem Ekelpaket Vincent nicht warm geworden, während Philipp und Kea wie "ganz normale" Teenager agieren.
Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere fügen sich ansprechend ins Geschehen ein.
Romanidee: Interessante Idee (eine Familie kurz vor dem Auseinanderbrechen, die mithilfe von glücklichen Erinnerungen wieder zueinander finden soll) mit gelungener Umsetzung.
Erzählperspektiven: Die turbulenten Geschehnisse werden abwechselnd aus der Sicht von Kea, Jasmin, Philipp und Vincent (in der 3. Person) erzählt. In Rückblenden wird zwischendurch geschildert, wie sich das Familienleben früher gestaltet hat und was sich für die Beteiligten in all den Jahren verändert hat.
Handlung: Unterhaltsame, lebensnahe Geschichte mit mehreren Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen, vollgepackt mit diversen Schwierigkeiten, Stolpersteinen und einem zufriedenstellenden Ende. Da "Kirschblütentage" einige ausschweifende Beschreibungen enthält und mir manchmal zu problembehaftet daherkommt, außerdem fehlt mir für die volle Punkteanzahl fehlt das gewisse Etwas.
Schreibstil & Co: Die emotionsgeladene Schreibweise von Nancy Salchow, unterhaltsame Dialoge und eine angenehme Sprache runden den 336 Seiten langen Roman ab.
FAZIT:
"Kirschblütentage" birgt eine abwechslungsreiche Story voller Höhen & Tiefen, die von Beziehungen, Familie, Liebe und Verlust handelt. Abgesehen von ein paar kleinen Mankos hat mich mein erster Roman von Nancy Salchow dank des interessanten Plots, der ungleichen Hauptpersonen sowie des ausdrucksstarken Schreibstils wunderbar unterhalten, weshalb ich gern 4 STERNE vergebe.
Kirschblütentage
Bewertung aus Biesenthal am 09.09.2014
Bewertungsnummer: 854726
Bewertet: eBook (ePUB)
"Ein warmherziger Roman über das, was im Leben wirklich zählt.
Eine Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte, ein Teelichthalter aus grünem Glas, ein altes Buch drei von vielen Dingen, die die zerstrittenen Eltern Jasmin und Vincent und ihre heftig pubertierenden Kinder plötzlich überall im Haus finden. Gegenstände, die Erinnerungen wecken an die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Ehe. Aber diese Funde sind kein Zufall. Sorgfältig hat Emilia, die kürzlich verstorbene Großmutter, in ihren letzten Tagen diese Spuren gelegt. In der Hoffnung, ihre auseinanderbrechende Familie wieder zusammenführen zu können. Doch ist der Zauber der Erinnerung stark genug?"
Kirschblütentage von Nancy Salchow ist ein bezaubernder Familienroman über Liebe und Schmerz, der mir gut gefallen hat.
In jedem Kapitel werden die unterschiedlichen Sichtweisen der Familienmitglieder dargestellt, jeder kommt zu Wort und der Leser lernt jede Perspektive kennen. Dadurch ist man immer über die Gefühle aller informiert und kann einiges besser nachvollziehen.
Zwischenzeitlich kommt es immer wieder zu Zeitsprüngen in die Vergangenheit, sodass der Leser in alte, zufriedenere und unbeschwerte Zeiten zurückblicken kann. Ich fand diese Vorgehensweise sehr angenehm und die Tatsache, dass die Zeitsprünge nicht chronologisch waren, sondern querbeet, ist meiner Meinung nach sehr erfrischend.
Schade fand ich, dass den von Emilia versteckten Gegenständen für meinen Geschmack nicht ausreichend Aufmerksamkeit gezollt wurde. Sie spielen zwar eine zentrale Rolle, dennoch hätte ich mir in diesem Aspekt mehr erhofft.
Der Schreibstil ist angenehm nüchtern und klar, der Roman liest sich gut weg.
Die Darstellung der einzelnen Charaktere ist gelungen ich konnte mich nicht nur mit den beiden Teenagern identifizieren, sondern auch mit Jasmin. Die Charaktere haben alle eine vielschichtige Persönlichkeit.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass dieser Familienroman eine angenehme Lektüre ist, die zum Nachdenken anregt.
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