Molekularstruktur und mechanisches Verhalten von Kollagen
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
23.01.1978
Abbildungen
mit 3 Abbildungen, schwarz-weiss Illustrationen
Verlag
Springer BerlinSeitenzahl
45
Maße (L/B/H)
24,4/17/0,4 cm
Gewicht
103 g
Auflage
1977
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-540-08618-5
An Kollagenfasern aus Rattenschwanzsehnen unterschiedlichen Alters wurden kom binierte mechanische und röntgenographische Messungen durchgeführt. Zeitabhängige molekulare Umordnungen wurden mit Hilfe der Synchrotronstrahlung registriert und dabei gefunden, daß: I. die Lage des 670 A Langperioden- sowie des 2.86 A Reflexes sich beim Dehnen der nativ feuchten Fasern zu höheren Werten verschieben, 2. die hieraus ermittelte Längung der Dreierschrauben bis zu 4 /,, beträgt, 3. diese Längung nach Entspannung der Faser reversibel und somit elastisch ist und 4. die Langperiodenänderung nicht durchgehend proportional dem Verstreckungs grad der Probe folgt, sondern daß diese Abhängigkeit mit dem von BowrTZ et al. (1975) beobachteten biphasischen Spannungs-Dehnungs-Verhalten von Kollagen in Zusammen hang steht. An Hand der Messungen unter Einsatz der Synchrotronstrahlung sowie der mit konventionellen Röntgenanlagen ermittelten Daten wird ein Kollagenmodell unterstützt (TüRP et al., 1974), das davon ausgeht, daß die Kollagenfibrillen in eine Matrix aus hochmolekularen Eiweißzuckern eingebettet sind, die viskoelastische Eigenschaften be sitzt und bei kleinen Dehnungen die Kraftübertragung zwischen den Fibrillen über nimmt. Mit Hilfe dieses Modells wird weiter der Versuch unternommen, die Ergebnisse der mechanischen Messungen zu interpretieren. Es wird ferner das mechanische Verhal ten der Kollagenfasern mit dem von mathematischen Modellen verglichen, wodurch es in bestimmten Fällen gelingt, die mechanischen Eigenschaften durch einfache Parameter und Zustandsgleichungen zu charakterisieren. Es wird nachgewiesen, daß der mit zunehmendem Alter des Kollagens ansteigende Vernetzungsgrad einen konstanten Wert erreicht und den jeweiligen funktionsmechani schen Erfordernissen angepaßt sein dürfte.
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