Die Leiche einer jungen Frau wird im Hafenbecken der neuenglischen Kleinstadt Paradise angespült. Schnell findet Polizei-Chef Jesse Stone die Identität der Toten heraus: Florence Horvath aus Florida – attraktiv, reich und mit einer Vorliebe für außergewöhnliche Sexspielchen. Eine Kombination, die ihr offensichtlich zum Verhängnis wurde. Bei seinen Ermittlungen stößt Jesse Stone auf Widerstände. Zuletzt wurde Florence auf einer Jacht in Fort Lauderdale gesehen. Besitzer und Crew schweigen, ebenso wie Florences Schwestern, die sehr blonden und sehr gebräunten Zwillinge. Auch die Eltern verhalten sich merkwürdig unbeteiligt. Ein scheinbar kaum zu entwirrendes Geflecht aus Sex, Lügen und Verdrängung, aber Jesse ist ein sturer Hund und ein Fall ist erst dann abgeschlossen, wenn er geklärt ist.
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Chef-Dödel
eskimo81 (Mitglied der Book Circle Community) am 29.10.2023
Bewertungsnummer: 2056476
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Im Hafenbecken wird eine junge Frau angespült. Die Identität findet Jesse Stone, Polizeichef, rasch heraus. Florence Horvath aus Florida, attraktiv, reich und mit einer Vorliebe für aussergewöhnliche Sexspiele.
Ein Geflecht aus Sex, Lügen und Verdrängung gilt zu entknoten.
Obwohl dies überhaupt nicht mein Thema in einem Krimi ist, es ist der nächste Band von Jesse Stone und somit muss ich den lesen, ob mir die Geschichte des Krimis passt oder nicht. Sicherlich, der Autor lehnt sich mit diesem Stoff weit aus dem Fenster, wenn man aber nicht nur die bewussten Zeilen liest sondern eben auch das fein Gespür hat, merkt man, dass das Buch sehr viele versteckte Fingerzeige hat was mir sehr gut gefällt. Ebenfalls gefällt mir, dass Jesse Stone nicht nur verbohrt ist sondern an sich und seiner Sucht arbeitet. Das zeigt die Menschlichkeit und macht den Ermittler noch sympathischer.
Fazit: Ausser dem doch sehr heiklen und speziellen Thema, um das sich der Krimi dreht ein weiterer Krimi-Leckerbissen des Autors mit dem Ermittler Jesse Stone. Süchtig sitze ich auf dem Sofa bis wirklich die letzte Seite umgeblättert werden kann.
Im Hafen von Paradise wird…
tassieteufel am 17.11.2014
Bewertungsnummer: 2697177
Bewertet: eBook (ePUB)
Im Hafen von Paradise wird die Leiche einer jungen Frau angespült. Schnell kann Polizeichef Jesse Stone die Identität des Opfers klären, Florence Horvath aus Florida, reich, sexy, verwöhnt und mit einer Vorliebe für ausgefallene Sexspiele. Jesse findet heraus, dass Florence zuletzt auf einer Yacht in Fort Lauderdale gesehen wurde, doch die Crew und der Besitzer samt Gästen verleugnen das und auch Florence Eltern und ihre Schwestern verhalten sich seltsam. Doch mit seiner eigenen Verbissenheit und Beharrlichkeit, gelingt es Jesse Stone auch diesmal, das scheinbar unentwirrbare Geflecht aus Lügen, Sex, Gewalt und Ignoranz zu durchdringen. Es dauert ein wenig, bis der 5. Fall für Jesse Stone an Fahrt aufnimmt. Zunächst geht es etwas gemächlicher zu, im ersten Drittel gibt es reichlich Jenn und weniger Krimi. Jesse ist dabei sein reichlich verworrenes Verhältnis zu Ex Frau Jenn zu Kitten und beide versuchen einen Neuanfang. Jesse ist vom Alkohol weg und sein Privatleben scheint in ruhigeres Fahrwasser zu gleiten. Dafür hat es der Fall in sich! Was da nach und nach zu Tage tritt, ist wirklich haarsträubend und der Fall entwickelt wesentlich mehr Facetten als „nur“ einen Mord. Die wirklich erschreckenden und bedrückenden Dimensionen des Falles werden durch die lakonischen und teils launigen Dialoge von Jesse mit seinen Kolleginnen Molly und Kelly Cruz aufgelockert, die Robert B. Parker wieder in seiner gewohnt knappen und prägnanten Art zu Papier gebracht hat. Und auch Psychotherapeut Dix ist wieder als moralische Stütze dabei und hilft Jesse nicht nur in seiner Beziehung zu Jenn weiter, sondern hilft ihm auch die hässlichen Abgründe des Falles auszuloten. Wie gewohnt erzählt Robert B. Parker seine Story schnörkellos und ohne unnötige Brutalität, trotzdem gelingt es ihm, mit dem brisanten Thema von Missbrauch und Vergewaltigung sensibel und anrührend umzugehen ohne dabei übermässig melodramatisch zu werden. Dadurch, dass sich die Dimensionen des Falles erst nach und nach offenbaren, wird der Spannungsbogen sehr hoch gehalten, nach dem etwas ruhigen Einstieg klebt man nach dem ersten Drittel förmlich an den Seiten! Wer die Verfilmungen mit Tom Selleck kennt, weiß, dass sich die Bücher teilweise sehr von der Serie unterscheiden, tatsächlich ist „Tod im Hafen“ bisher die Folge, die am wenigsten Parallelen zur Verfilmung aufweist, es ist also hier kein Manko, wenn man die Filme zuerst gesehen hat. FaziT: ein beklemmender Fall für Jesse Stone, der von Parker wieder auf unnachahmliche Art geschrieben wurde, spannend bis zum Ende bekommt man diesmal einen Jesse Stone ohne private Probleme, was allerdings ein guter Gegenpol zu dem fruchtbaren Fall ist.
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