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Euripides Medea Neu übersetzt und eingeleitet von Kurt Roeske

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.02.2014

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

92

Maße (L/B/H)

21/14,8/0,7 cm

Gewicht

146 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7357-9944-9

Beschreibung

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.02.2014

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

92

Maße (L/B/H)

21/14,8/0,7 cm

Gewicht

146 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7357-9944-9

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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Eine Empanzipationsgeschichte und vieles mehr

Bewertung am 24.12.2023

Bewertungsnummer: 2093775

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Lebensgeschichte von Medea wurde in der Vergangenheit mehrfach und in verschiedenen Fassungen erzählt und interpretiert. Bis heute ist der Stoff präsent und auch in psychologischer Hinsicht faszinierend. Als eine der ersten Emanzipationsgeschichten wird die Tragödie von Euripides im Jahr 431 v. Chr. in Athen aufgeführt. Medea, die über Zauberkräfte verfügt, verfällt bedingungslos der Liebe zu Iason. Sie hilft ihm das kostbare Vlies, zurückzuerobern und flieht mit ihm später nach Griechenland. In seiner Heimat bleibt sie jedoch immer eine Ausländerin und wird nach wenigen Jahren von Iason mit der Königstocher hintergangen. Schliesslich verstösst auch der König sie aus dem Land und das grosse Elend beginnt für Medea. Medeas Forderung nach unbedingter Loyalität gegenüber dem Ehepartner scheitert an ihrer eigenen Skrupellosigkeit bei verwandtschaftlichen Verhältnissen. Sie verübt mehrere Morde. Sie ist leidenschaftlich, trotzdem vermag sie ihre Emotionen zu lenken und nach ihrem Willen gezielt einzusetzen. Masslosigkeit wird als Mittel zum Zweck. Iason, der vor allem nach grösstmöglichem Nutzen strebt, ist ein Machtmensch, vernunftorientiert und hält viel von bürgerlicher Moral. Der Konflikt von Medea und Iason eskaliert im grausamen Mord der gemeinsamen Kinder. Es scheint keine Lösung zu geben und Iason wird entlarvt. Er zerbricht schliesslich am Tod der eigenen Kinder. Sie flieht auf einem Himmelswagen nach Athen. Die Geschichte kann auf verschiedene Arten gelesen werden. Als Opfergeschichte der Frauen, die immer wieder der Willkür der Männer ausgesetzt sind oder als Emanzipationserzählung einer willensstarken Frau, die sich unter keinen Umständen der Macht der Männer beugt und dafür einen hohen Preis zahlt. Diese Tragödie enthält aber noch viele weitere Themen wie z.B. Masslosigkeit, Leidenschaft, Schutz und Schutzlosigkeit, Heimatlosigkeit, Schicksalsverständnis. Mich hat insbesondere diese Übersetzung von Kurt Roeske mit einer fundierten Einleitung zum Thema gut gefallen. Eine empfehlenswerte Lektüre über einen Mythos, der immer noch zeitgemäss erscheint und eine starke Nachwirkung hat.

Eine Empanzipationsgeschichte und vieles mehr

Bewertung am 24.12.2023
Bewertungsnummer: 2093775
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Lebensgeschichte von Medea wurde in der Vergangenheit mehrfach und in verschiedenen Fassungen erzählt und interpretiert. Bis heute ist der Stoff präsent und auch in psychologischer Hinsicht faszinierend. Als eine der ersten Emanzipationsgeschichten wird die Tragödie von Euripides im Jahr 431 v. Chr. in Athen aufgeführt. Medea, die über Zauberkräfte verfügt, verfällt bedingungslos der Liebe zu Iason. Sie hilft ihm das kostbare Vlies, zurückzuerobern und flieht mit ihm später nach Griechenland. In seiner Heimat bleibt sie jedoch immer eine Ausländerin und wird nach wenigen Jahren von Iason mit der Königstocher hintergangen. Schliesslich verstösst auch der König sie aus dem Land und das grosse Elend beginnt für Medea. Medeas Forderung nach unbedingter Loyalität gegenüber dem Ehepartner scheitert an ihrer eigenen Skrupellosigkeit bei verwandtschaftlichen Verhältnissen. Sie verübt mehrere Morde. Sie ist leidenschaftlich, trotzdem vermag sie ihre Emotionen zu lenken und nach ihrem Willen gezielt einzusetzen. Masslosigkeit wird als Mittel zum Zweck. Iason, der vor allem nach grösstmöglichem Nutzen strebt, ist ein Machtmensch, vernunftorientiert und hält viel von bürgerlicher Moral. Der Konflikt von Medea und Iason eskaliert im grausamen Mord der gemeinsamen Kinder. Es scheint keine Lösung zu geben und Iason wird entlarvt. Er zerbricht schliesslich am Tod der eigenen Kinder. Sie flieht auf einem Himmelswagen nach Athen. Die Geschichte kann auf verschiedene Arten gelesen werden. Als Opfergeschichte der Frauen, die immer wieder der Willkür der Männer ausgesetzt sind oder als Emanzipationserzählung einer willensstarken Frau, die sich unter keinen Umständen der Macht der Männer beugt und dafür einen hohen Preis zahlt. Diese Tragödie enthält aber noch viele weitere Themen wie z.B. Masslosigkeit, Leidenschaft, Schutz und Schutzlosigkeit, Heimatlosigkeit, Schicksalsverständnis. Mich hat insbesondere diese Übersetzung von Kurt Roeske mit einer fundierten Einleitung zum Thema gut gefallen. Eine empfehlenswerte Lektüre über einen Mythos, der immer noch zeitgemäss erscheint und eine starke Nachwirkung hat.

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Euripides Medea

von Kurt Roeske

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