Ferdl Meiningers Leben ist voller ungelöster Rätsel und geheimnisvoller Begebenheiten. Als Maria Seytel, von ihm seit seiner Kindheit Tante Meri genannt, stirbt, erbt er ihr gesamtes Hab und Gut - ein Vermögen und Ländereien in Südamerika. Ferdinand ist überzeugt, dass Tante Meri keines natürlichen Todes gestorben ist. Als im Dorf eine faszinierende Chilenin eintrifft, die auch auf Tante Meris Begräbnis erscheint, beginnt es in Ferdinand zu arbeiten. Er denkt an seine Mutter Susanne, die in einem früheren Leben Anni hieß und deren Beziehung zu Tante Meri stets zwischen Zuneigung, Verpflichtung und Hass changierte. Und an seinen Vater, der der Legende nach im Krieg gefallen ist. Wie war es wirklich? Und was hatte Tante Meri damit zu tun? Und was Karl Müller, der zweimal auf zwei Kontinenten starb und der ebenso wie Ferdinands Mutter in einer seltsamen Abhängigkeit zu Tante Meri stand?In drei Erzählsträngen, die zwischen den letzten Kriegsjahren und den achtziger Jahren angesiedelt sind, entwickelt Theodora Bauer ihr eindrucksvolles Debüt. Sie versteht es, Leben in Geschichte und Geschichte in Persönliches zu bringen - und vor allem, eine atemlose Spannung im Leser aufzubauen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
4/5
31.03.2014
eBook (ePUB)
Das Fell der Tante Meri
Ferdl Meininger ist mit Frauen aufgewachsen, seiner Mutter Susanne, deren eigentlicher Name Anni war und der Tante Meri. Sein Vater gilt als im zweiten Weltkrieg verschollen. Ferdl ist ein Mann mittleren Alters als besagte Tante stirbt und ihm ein kleines Vermögen hinterläßt. Und eigentlich war sie ja gar nicht seine richtige Tante.
Der Leser erfährt im Laufe des Romans was sich in dieser Familie gegen Ende des zweiten Weltkrieges abspielte und wie das war mit der Mutter, der Tante und dem Vater.
Wie ich finde ein überaus beeindruckendes Debüt der erst dreiundzwanzig jährigen Schriftstellerin Theodora Bauer.
Ich hätte dem Buch gerne
fünf Sterne gegeben, aber die österreichisch geprägte Sprache machte mir an einigen Stellen Probleme.
Marie-Therese Reisenauer
aus Wien
4/5
13.02.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Freude kommt auf
Freude kommt auf, Freude darüber, dass es wieder einmal einen mehr als gelungenen Erstlingsroman gibt. Man merke sich den Namen Theodora Bauer, und hoffe auf ein baldiges Zweitwerk. Denn diese Familiengeschichte, changierend zwischen 2. Weltkrieg und Achtzigern, zeichnet sich nicht nur durch die Sprache, sondern auch durch ein gekonntes Ausmaß an Skurilität aus. Neugierig? Lesen!
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5/5
08.10.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr überrascht!!
Unglaublich überraschend war dieser Roman für mich, anfänglich kam ich nicht ganz so schnell in ihren Stil rein, doch mit jeder weiteren Seite wuchs meine Neugierde.. Wie hängt das alles zusammen? Was steckt dahinter? Sehr beeindruckender Roman von Theodora Bauer, ihr erstes Werk!! Die Autorin selbst stammt aus Wien und ist 24 Jahre jung!! Sehr zart, einfühlsam und fein erzählt sie Verwicklungen vom 2. Weltkrieg bis zur Nachkriegszeit im Stillen, im Hintergrund der Daheimgebliebenen!
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