Das Fremdwährungsrisiko bei Kreditinstituten - Ansätze zu seiner Begrenzung und seine aufsichtsrechtliche Behandlung
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- Deutsch ausgewählt
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
03.07.2001
Verlag
GRINSeitenzahl
88
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,7 cm
Gewicht
141 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8386-4263-5
Auch in Deutschland erlitten einige Banken enorme Verluste durch Devisenschieflagen. Der wohl bekannteste Fall ist die Herstatt-Bank2. Bei dieser führten die Devisenverluste letztendlich zur Schließung. Der Zusammenbruch der Herstatt-Bank, nach dem Übergang zu frei schwankenden Wechselkursen, veranlasste schließlich das BAK zur aufsichtsrechtlichen Überwachung des Fremdwährungsrisikos durch Einführung des Eigenkapitalgrundsatzes Ia.
Betrachtet man die Geschäftstätigkeit der Kreditinstitute, so zeigt sich, dass diese neben Geschäften in der nationalen Währung auch solche in fremder Währung abschließen. Die Gründe hierzu liegen einerseits im Kundengeschäft. International tätige Unternehmen benötigen die Dienste ihrer Hausbanken für ihre Geschäfte, Exporteure erhalten aus ihren Verkäufen fremde Zahlungsmittel (Fremdwährungen); Importeure benötigen für die Käufe Fremdwährungen. Zur Umwandlung der Fremdwährungen in die nationale Währung benötigen sie einen Intermediär. Diese Funktion übernehmen die Banken für ihre Kunden. International tätige Kreditinstitute gewähren auch Kredite in fremder Währung, bzw. gehen Verbindlichkeiten in fremder Währung ein. Neben dem Kundengeschäft betreiben die Banken auch Eigengeschäfte, insbesondere den Devisenhandel. So betrug der in US-Dollar umgerechnete Tagesumsatz im April 1989 rd. 80 Mrd. USD. Neben diesen traditionellen Fremdwährungsgeschäften etablieren sich zusehends bilanzunwirksame Finanzinnovationen, deren Wesensmerkmale die Futurisierung (Futurization) sowie die Standardisierung sind5. Die bedeutendsten Finanzderivate, so der allgemeine Begriff dieser Innovationen6, sind Swaps, Optionen und Termingeschäfte (Futures). Das Volumen dieser Derivate ist seit Mitte 1980 stürmisch gewachsen8. Betrug es 1986 noch rd. 875 Mrd. DM bei einem bilanziellen Geschäftsvolumen von 3.551 Mrd. DM, so war es sieben Jahre später mit 6.116 Mrd. DM fast so hoch wie das bilanzielle Geschäftsvolumen. Aus all diesen in fremder Währung abgeschlossenen Geschäften entstehen den Banken Risiken, die sog. Währungsrisiken.
Eine andere Untergliederung unterteilt das Währungsrisiko in das Risiko zukünftiger Zahlungsströme (economic risk), das vergangenheitsbezogene bilanzorientierte Umrechnungsrisiko (translation risk) sowie das gegenwartsbezogene pagatorische Transaktionsrisiko (transaction risk). In dieser Arbeit wird das Währungsrisiko eingegrenzt; Gegenstand der nachfolgenden Bearbeitung ist ausschließlich das Kursänderungsrisiko, als Transaktionsrisiko.
Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis:
AbkürzungsverzeichnisI
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