Das Auge des Gesetzes Geschichte einer Metapher
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
11.03.2014
Abbildungen
mit 30 Abbildungen
Verlag
C.H. BeckSeitenzahl
88
Maße (B/H)
12,5/20,5 cm
Gewicht
119 g
Auflage
3
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-406-66426-7
"Das Auge des Gesetzes wacht"! Ein etwas altmodisch gewordener Satz, der je nach Tonlage und Situation ironisch, beruhigend oder warnend klingen mag. Was aber steckt hinter der merkwürdig anthropomorphen Metapher vom "Gesetz", das ein Auge haben soll, das niemals schläft und "alles" sieht? Und was kann uns ihre Geschichte mitteilen über den Wandel unseres Rechtsverständnisses?
Michael Stolleis spürt in seinem Essay den verschlungenen Wegen eines Bildes nach, dessen Anfänge weit in die Menschheitsgeschichte zurückreichen, und er vermag nicht zuletzt anhand von zahlreichen Bildbeispielen zu zeigen, wie die Augenmetapher Strömungen der Rechtsgeschichte seit dem 16. Jahrhundert aufnimmt, die im revolutionären Frankreich in eine radikal neue "Vergöttlichung des Gesetzes" einmünden. Mit ihr befreit sich das Recht zwar von religiösen und fürstlichen Bevormundungen, aber zugleich erhebt es auch einen Anspruch auf "Allwissenheit", der in den totalitären Überwachungspraktiken der Moderne seinen bedrohlichen Ausdruck gefunden hat.
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