Produktbild: Scoop
Band 24274

Scoop

Aus der Reihe detebe
2

10,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

18.12.2013

Verlag

Diogenes eBooks

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

1708 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Elisabeth Schnack

Sprache

Deutsch

EAN

9783257603521

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Ja

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Text-to-Speech

Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

18.12.2013

Verlag

Diogenes eBooks

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

1708 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Elisabeth Schnack

Sprache

Deutsch

EAN

9783257603521

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  • MaWiOr

    aus Halle

    4/5

    01.01.2014

    Buch (Taschenbuch)

    Der etwas eigenbrötlerische…

    Der etwas eigenbrötlerische Journalist William Boot arbeitet beim „Daily Beast“. Hier ist er für die zweimal wöchentlich erscheinende Natur-Rubrik verantwortlich. Auf der letzten Seite der Zeitung schreibt er über Wühlmäuse oder Haubentaucher. Durch eine Namensverwechslung wird er jns Büro des Auslandsredakteurs beordert und wenig später als Kriegsberichterstatter in das afrikanische Krisengebiet Ishmaelia geschickt. Man will den dortigen Bürgerkrieg groß herausbringen, über jeden Gesichtspunkt und jede Front soll berichtet werden. Die Zeitung lässt Boot für fünftausend Pfund versichern. Doch nach der Ankunft in Jacksonburg, der Hauptstadt Ishmaelias, stellt sich heraus, dass die Überfahrt und die Anreise abenteuerlicher war als der Aufenthalt in dem angeblichen Krisengebiet. Obwohl sich die gesamte internationale Presse eingefunden hat, herrscht in dem kleinen Land im nordöstlichsten Winkel Afrikas vollständige Ruhe. Immerhin ist Regenzeit. Also vertreiben sich die Journalisten mit Kartenspiel die Zeit und Boot telegrafiert Wetternachrichten nach England. Händeringend sucht man nach Neuigkeiten für die heimatlichen Redaktionen, wo man Meldungen über ein allgemeines Chaos erwartet. Da wird sogar ein simpler Fahrkartenschaffner zum russischen Agenten. Schließlich bricht die ganze Journalisten-Karawane in die Provinz, in die Stadt Laku, auf, weil dort das Quartier von Aufständigen sein soll. Nur Boot entzieht sich dem Trubel und bleibt in Jacksonburg, denn er hat Zweifel an der Geschichte. Ein Glücksfall für ihn, der vom „Daily Beast“ bereits die Kündigung erhalten hat, denn plötzlich hat er die Top-Meldung, die sensationelle Exklusivstory, die ihn mit Foto auf die erste Seite bringt … und so gestaltet sich seine Rückkehr zum „Daily Beast“ zu einem Triumpf. Doch Boot will sich fortan wieder seinen Natur-Kolumnen widmen. Der 1938 erschienene Roman „Scoop“ (erstmals dt. 1953 „Die große Meldung“) ist eine bissige und brillante Satire auf die Welt der Zeitungen und Nachrichten, die bereits vor achtzig Jahren nur noch reine Sensationshascherei war. Humorvoll und doch ernsthaft macht Waugh den Leser mit den Machenschaften der Journalisten-Riege vertraut.

  • Bories vom Berg

    aus München

    3/5

    12.08.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Fleet Street Persiflage Der…

    Fleet Street Persiflage Der satirische Roman «Scoop» des britischen Schriftstellers Evelyn Waugh wurde 2015 von einer internationalen Jury auf die BBC-Liste der 100 bedeutendsten britischen Romane gewählt. Schon im Titel des 1938 erschienenen Buches, den man mit ‹sensationelle Exklusivnachricht› übersetzen kann, wird seine Thematik deutlich, es geht um Journalismus in dieser Satire auf die Fleet Street, dem einst traditionellen Zentrum der Presse in London. Angeregt dazu wurde Waugh durch seine Tätigkeit als Korrespondent bei der Krönung von Haile Selassie in Abessinien, ein Job, über den er im Vorwort schreibt: «Ich hatte kein großes Talent dafür, studierte aber mit großem Vergnügen die Schrullen und Ausschweifungen meiner Kollegen». Geradezu zynisch beschreibt der politisch erzkonservative, kulturpessimistische Autor einen Umsturzversuch im ostafrikanischen Ismaelia, wie er das Land im Buch nennt, ebenso sarkastisch aber auch das heimische Milieu seines Protagonisten, der nach eigenen Worten «anachronistischste Teil» seines Romans. «Jüngere Leser müssen meiner Versicherung Glauben schenken, dass es solche Menschen samt ihren Bediensteten vor nicht allzu langer Zeit tatsächlich gegeben hat». Der junge William Boot, Mitglied einer verarmten Familie des Landadels, hat eine Stellung als zuständiger Autor für die völlig unbedeutende Natur-Rubrik «Üppige Auen» bei der Tageszeitung Daily Beast inne, sie bringt ihm pro Beitrag eine Guinee ein. Durch eine Verwechslung mit dem Schriftsteller John Boot wird er als Sonderkorrespondent nach Ismaelia geschickt, weil dort ein Krieg auszubrechen droht. Der einem realen Korrespondenten nachempfundene William taumelt schon auf der Reise dorthin durch eine wirre Abfolge von haarsträubenden Ereignissen. Wahrhaft slapstickartig entwickeln sich dann auch die Verhältnisse in dem von einem Familienclan beherrschten Land, alle Korrespondenten sind auf der Jagd nach Informationen, aber nichts passiert dort wirklich. Als sie dann allesamt dem Mentor ihrer Zunft in eine angeblich für die erwarteten Ereignisse wichtige Wüstenstadt folgen, eine Sensation witternd, bleibt nur William in der journalistisch verwaisten Hauptstadt zurück, er weiß nämlich, dass die fragliche Stadt überhaupt nicht existiert. Und prompt bricht genau zu diesem Zeitpunkt ein von russischen Agenten unterstützter Putsch aus, der Präsident wird samt Familie festgesetzt, - und William hat seinen Scoop, er kann als einziger Journalist davon berichten. Nach London zurückgekehrt, wird er als großer Journalist gefeiert, auf Veranlassung seines Zeitungsverlegers soll er sogar in den Adelsstand erhoben und mit einem großen Bankett geehrt werden. Was ihm aber gar nicht recht ist, er möchte lieber seine Ruhe haben und scheut die Öffentlichkeit. Natürlich hat Evelyn Waugh auch hier noch eine kuriose Szene eingebaut, irgendwoher muss die Redaktion ja nun einen neuen Boot auftreiben, sonst droht Ungemach vom allmächtigen Chef. Nachdem auch John Boot ausscheidet, weil er sich, - scheinbar auf der Flucht vor einer Frau -, in die Antarktis hat versetzen lassen, ist Williams Onkel Theodor Boot die letzte Rettung als Adels-Kandidat, ein geschwätziger Möchtegern-Schriftsteller. Diese köstliche Persiflage auf die Sensations-Presse wird chronologisch erzählt und ist in einfacher Sprache geschrieben, weitgehend in Dialogform. Natürlich hat sich der Autor damit in der Fleet Street keine Freunde gemacht, es wurden etliche Prozesse geführt, die er aber alle gewonnen hat. Der etwas verzwickte Plot mit seinen tollpatschigen Figuren erinnert in seiner Machart an einschlägige Stummfilm-Klamotten, die beißende Kritik des kulturpessimistischen Autors deutet gleichwohl unübersehbar auf die Kuriositäten eines von ihm als chaotisch empfundenen Lebens des modernen Menschen hin. «So wie glücklichere Menschen Vögel beobachten, so beobachte ich Menschen», hat Evelyn Waugh seine Arbeitsweise beschrieben, - es macht Spaß, ihm dabei zu folgen.

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