In einem einzigen Raum konzentriert Alfred Goubran diesen "Roman einer Reise", der den Leser ans Ende der Welt führt, in das "Schwarze Schloss" im Niemandsland einer verschneiten Bergödnis, das niemand verlässt, der es je betreten hat.Elias verbringt sein Leben ohne Verpflichtungen, den Zufälligkeiten und Gelegenheiten ergeben. Die Verweigerung jeglicher Konvention, seine Suche nach Individualität und Freiheit führt ihn an die Randzonen der Gesellschaft, zu den Außenseitern, dem "Volk der Nacht", den Ausgegrenzten und Unangepassten. Doch dort ist auf die Dauer kein Bleiben. Die Entscheidung zum Aufbruch fällt in dem Zimmer, das er bewohnt und das sein Vater einst als "Investition" erworben hat. Nicht ob der Aufbruch gelingt, ist entscheidend, sondern wohin er führt. Zwei Wege sind es, die sich auftun: Der eine führt ihn in die Berge, der andere, durch eine lebensbedrohliche Erkrankung, in gefährliche Zwischenwelten, wo die Zeit aufgehoben scheint und die Grenzen zwischen Erinnerung und Fieberfantasien, Gegenwart, Traum und Halluzination verschwimmen. "Durch die Zeit in meinem Zimmer" ist eine große Erzählung, ein Roman mit einer ungeheuren Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann.
Kundinnen und Kunden meinen
3.0/5.0
Tina Bauer
aus Essingen
3/5
14.10.2023
eBook (ePUB)
Zu sich selbst finden
Der junge Icherzähler haust in seiner Wohnung. Darin Leben wäre definitiv die falsche Beschreibung.
Auch tagsüber verbringt er die meiste Zeit in seiner Wohnung. Nachts hingegen, da beginnt er zu leben.
Er geht in Bars, hat zahlreiche Gelegenheitsjobs. Seinen Eltern ist er scheinbar völlig egal.
Freunde hat er. Ist sich jedoch nicht ganz im Klaren darüber, was Freunde eigentlich sind. Diese Freunde jedoch brauchen ihn. Ohne ihn wären deren Leben sinnlos. Sie brauchen ihn zum Überleben.
Dann wird er krank. Doch ist er es wirklich oder spielt sich das alles in seinen eigenen kleinen Räumen am Tag in der Wohnung ab.
Er muss es herausfinden und begibt sich auf eine Reise zu sich selbst.
Was ist hier Realität und was ist Traum? Diese Frage zieht sich durch den ganzen Roman. Mich hat die Melancholie ein wenig erschlagen. Auch die zahlreichen Wechsel der Szenerien waren nicht leicht zu verfolgen.
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