Das Geld kommt vom Staat! Das stellt eigentlich niemand infrage. Sollten Sie aber. Denn Deutschland hat wie alle Länder der Welt ein reines Papiergeldsystem, in dem neues Geld aus dem Nichts entsteht. Andreas Marquart und Philipp Bagus zeigen Ihnen, wie Geld entsteht und warum unser jetziges Geld schlechtes Geld ist. Sie erfahren, wie wichtig gutes Geld für eine Volkswirtschaft ist und welchen Einfluss schlechtes Geld auf jeden Einzelnen in der Gesellschaft hat.
Welche Rolle spielen eigentlich Staat, Regierung und Politik bei der Umverteilung zugunsten Superreicher? Warum ist die naive Staatsgläubigkeit alles andere als eine Zukunftsstrategie für uns Bürger?
Wer Politikern - und sei es nur aus einem Bauchgefühl heraus - noch nie vertraut hat, wird in diesem Buch den Beleg dafür erhalten, dass er mit diesem Gefühl richtigliegt. Ein leicht verständlicher Einstieg in die Frage, warum Geld für viele Missstände in unserer Gesellschaft verantwortlich ist.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Dr_ M
aus Sachsen
5/5
03.09.2018
Buch (Taschenbuch)
Die Geldmenge hat sich in den letzten Jahren verdoppelt. Sind wir reicher?
Geld spielt die zentrale Rolle in einer Gesellschaft. Ohne Geld würde keine arbeitsteilige Wirtschaft funktionieren. Merkwürdigerweise aber spielt die Konstruktion unseres Geldsystems überhaupt keine breit diskutierte Rolle, wenn es um zentrale Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung geht. Auch nicht, wenn eine tiefe Finanzkrise Angst und Schrecken verbreitet oder eine Währung ständig gerettet werden muss. Und das hat Methode. Spätestens wenn man dieses leicht verständliche Buch gelesen hat, wird man verstehen, warum das so ist.
Wer in seinem Keller falsche Euros druckt und in Verkehr bringt, geht in den Knast, wenn er erwischt wird. Legal ist es jedoch, wenn ständig neue, aus dem Nichts erschaffene Euros von Banken in Umlauf gebracht werden. Völlig ungehindert kann die Geldmenge permanent drastisch erhöht werden. Das wird dem Normalbürger dann als alternativlos geniale Methode verklickert, um irgendwas zu retten, Zeit für irgendwas zu kaufen oder um scheinbare Wohltaten unters Volk zu bringen. Doch durch Bedrucken von Papier werden keine neuen Werte geschaffen, sondern es wird nur der Preis vorhandener Werte in dieser Währung in die Höhe getrieben.
Die meisten von uns können sich etwas anderes als staatliches Zwangsgeld nicht vorstellen. Irgendwie war dieses Geld, in dem man als Arbeitnehmer bezahlt wird und seine Steuern entrichten muss, schon immer da. Aber in einer Marktwirtschaft, in der die Menschen auf freiwilliger Basis miteinander Verträge schließen, ist eine solche Konstruktion ein Fremdkörper, der an der zentralen Stelle der Gesellschaft eine zerstörerische Kraft entfaltet. Wenn man die verheerenden Folgen dieser Fehlkonstruktion verstehen möchte, ist man bei diesem Buch bestens aufgehoben. Es erklärt auf geradezu wunderbar einfache Weise eine ebenso einfache und leicht verständliche ökonomische Theorie, für die es in Deutschland keine Lehrstühle gibt und die man gerne aus der öffentlichen Diskussion verbannen möchte.
Einer ihrer Vertreter brachte es sogar zu einem Wirtschaftsnobelpreis. Die sogenannte Österreichische Schule der Nationalökonomie benötigt keine mathematischen Modelle. Sie folgt der Logik menschlichen Handelns und erklärt auf diese Weise, wie eine Volkswirtschaft tatsächlich funktioniert. Akzeptiert man menschliches Handeln, dann ist diese Theorie nicht widerlegbar und vor allem ganz einfach zu verstehen.
Die beiden Autoren dieses Buches zeigen auf dieser Grundlage, wie man alle grundsätzlichen ökonomischen Probleme, mit denen wir uns gegenwärtig herumschlagen, auf die Konstruktion des Papiergeldsystems zurückführen kann. So lange es dieses System geben wird, solange bleiben also auch seine Folgen.
Der Text ist so herrlich geschrieben, dass man ihn auch in den Grundzügen als Schulbuch benutzen könnte. Nur das wird natürlich nicht passieren, weil es ein klares Interesse in den politischen und den Finanzeliten gibt, diese zerstörerische Konstruktion zu vernebeln. Ohne sie wären nämlich Schuldenorgien und die Exzesse der Finanzwirtschaft ebenso unmöglich, wie die völlig überzogene Bedeutung des Bankensystems.
Nach dem Lesen dieses Buches wird man auch verstehen, dass unser Geld nur als Schuld existiert. Ohne Schulden also auch kein Geld. Und wenn man irgendwann diese Schulden bezahlen will oder muss, dann verschwindet auch das Geld. In diesem Fall von den Konten derjenigen, die es noch haben. Es ist kein Zufall, dass der deutschen Staatsschuld ungefähr genau so viel Guthaben seiner Bürger gegenüberstehen.
Bewertung
5/5
15.05.2014
Buch (Taschenbuch)
Das Geld und wie es entsteht
Das Buch hält, was es verspricht: Man muss kein Ökonom sein, um es zu verstehen oder sich großartig im Geldsystem auskennen. Selbst mir 13 Jahren ist es leicht verständlich und erklärt auf eine sehr schöne, bildliche Weise, was Geld ist und wie es entsteht.
Danach sieht man so einiges nicht mehr wie davor. Kann ich jedem herzlichst empfehlen!
Bewertung
aus Wendelstein
2/5
06.05.2015
Buch (Taschenbuch)
Überflüssig und bewusste Täuschung
Das Buch liest sich grundsätzlich recht spannend, da die Thesen vom schlechten (Papier-)Geld nachvollziehbar sind und man auf entsprechenden Lösungen wartet. Diese werden dann immer wieder angedeutet, in dem auf den negativen Einfluss des Staates verwiesen wird mit der Botschaft, dass jeglicher Einfluss des Staates schädlich ist. Spätestens dann sollte der kritische Leser langsam misstrauisch werden und merken, aus welcher Richtung der Wind weht.
Dieser Wind verstärkt sich, indem jegliche Einflussnahme, wie z. B. der Mindestlohn (schafft nur Arbeitslosigkeit) oder die Energiewende hin zu den regenerativen Energien (die allein stehende Rentnerin kann sich die Energiepreise nicht mehr leisten) abgelehnt wird. Lieber nimmt man es in Kauf, dass die Geringverdiener durch die Allgemeinheit (Hartz IV und später Grundsicherung) finanziert werden bzw. die Energiewende verhindert wird und der scheinbar billige Strom aus den Atomkraftwerken kommt und wahrscheinlich noch höher subventioniert und mit unkalkulierbaren und -bezahlbaren Altlasten versehen ist.
Von den Autoren wird bewusst verkannt, dass der von Ihnen gepriesene freie Markt nicht mehr funktioniert (da braucht man nur auf unser Vorbild Amerika schauen) und die Reichen immer reicher werden. Sicher kann man politisch derartige Auffassungen vertreten, nur ist es unlauter, diese mit einem derartigen Titel an den Leser zu bringen.
Aber wenigsten geben es die Autoren ein paar Seiten vor dem Ende zu, den Käufer mit ihrem Titel bewusst über den Inhalt des Buches getäuscht zu haben (sonst hätten Sie ja nie gekauft). Richtig, denn für das Geld gibt es bessere und ehrlichere Bücher, die das Papier- bzw. Computergeldsystem erklären.
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