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Der wilde Kontinent Europa in den Jahren der Anarchie 1943 - 1950

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.11.2014

Abbildungen

Tafelteil mit zahlreichen schwarzweissen Abbildungen

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

526

Maße (L/B/H)

24,2/16,5/4 cm

Gewicht

885 g

Farbe

Anthrazit / Camel

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

Savage Continent

Übersetzt von

Stephan Gebauer + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-94858-5

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Keith Lowe räumt mit der Vorstellung auf, dass mit dem Sieg über Hitler-Deutschland der Kontinent sein neues, ziviles Leben begann. ... Lowes Darstellung drängt neue Ansichten auf: Die unmittelbare Nachkriegszeit war politisch komplexer, als unsere immer noch vom Kalten Krieg geprägte Sicht auf Europa suggeriert.« Tobias Rapp & Elke Schmitter, Spiegel, Dezember 2014 ("SPIEGEL")
»Ein lesenswertes, zum Teil anrührendes Buch.« Jost Düffler, Sehepunkte.de, September 2015 ("Sehepunkte")
»Das Verdienst von Keith Lowe besteht darin, dass er das Prozesshafte dieser Zeit und ihrer Greuel deutlich macht und dabei die verschiedenen Faktoren, die in privaten Erzählungen unverbunden nebeneinander stehen, in Zusammenhang setzt und manche politische Entscheidung zu Beginn des Kalten Krieges verständlich macht. Ein durch und durch empfehlenswertes Buch.« Heike Baller, Kölner Leselust, 25.08.2015 ("Kölner Leselust")
»Ein historisches Buch, das die Anarchie der letzten Kriegsjahre und der ersten Nachkriegsjahre 1944-1948 festhält und zeigt, dass der Kontinent damals so aussah wie der Nahe Osten oder die Donezk-Ukraine heute.« Hellmuth Karasek, WDR 5, 25.04.2015 ("WDR 5")
»Lowes Buch zeigt, aus welchen Tiefen sich der Kontinent herausgearbeitet hat.« Jörn Funke, Westfälischer Anzeiger, 10.03.2015 ("Westfälischer Anzeiger")
»Der Autor macht deutlich, dass nationalistischer Hass und rassistische Gewalt durch einseitige Schuldzuweisungen und durch ein Herausreißen von historischen Fakten und Prozessen aus ihrem Gesamtkontext entstehen und verstärkt werden. Lowes Buch macht uns bewusst, dass es wenig produktiv ist, "Vergangenes vergangen sein zu lassen". Denn es sind unsere Erinnerungen an die Vergangenheit, die uns zu dem machen, was wir sind und was wir werden können.« Helmut Kramer, Die Presse, 07.02.2015 ("Die Presse")
»Mit einer ebenso beeindruckenden wie ausgewogenen Studie räumt der junge britische Historiker Keith Lowe mit der Mär von der Stunde Null nach dem Zweiten Weltkrieg auf.« Frank Saigge. Goslarsche Zeitung, 17.12.2014 ("Goslarsche Zeitung")
»Sein Buch ist eine Wiederaneignung einer noch immer verdrängten Geschichte der Abwesenheit von Recht und Zivilisation. ... Keith Lowe gelingt in seiner großen Studie das Kunststück, die Zeit der europäischen Anarchie ohne Ressentiments als Panorama des Schreckens abzubilden und zu einem Lehrstück über die Entstehung von Gewalt und den Mechanismen, die sie am Leben halten, zu machen.« Harry Nutt, Berliner Zeitung, 17.12.2014 ("Berliner Zeitung")
»Man kann aus seinem aufwühlenden Buch lernen, was uns für Verhalten wie Urteil zur Gegenwart vorsichtiger machen sollte: Opfer können zu Tätern werden. Und jene, die keine Täter waren, werden zu Opfern von zu Tätern gewordenen Opfern.« Erhard Schütz, Der Freitag, 16.12.2014 ("der Freitag")
»Keith Lowe entwirft das Drama einer europäischen Gewaltgeschichte der Jahre 1943 bis 1950, in denen ethnische Konflikte, ideologische Neupositionierungen, regionale Partisanenkämpfe, lokale Racheakte und Bürgerkriege einander bedingten oder auch nur zufällig nebeneinander existierten. ... die Wiedervereinigung einer noch immer verdrängten Geschichte der Abwesenheit von Recht und Zivilisation und nicht selten auch Empathie. Lowe fragt nach, was geschah, aber er interessiert sich auch dafür, wie es so weit kommen konnte.« Harry Nutt, Frankfurter Rundschau, 08.12.2014 ("Frankfurter Rundschau")

Zitat

»Ein historisches Buch, das die Anarchie der letzten Kriegsjahre und der ersten Nachkriegsjahre 1944-1948 festhält und zeigt, dass der Kontinent damals so aussah wie der Nahe Osten oder die Donezk-Ukraine heute.«
Hellmuth Karasek, WDR 5, 25.4.2015

»Lowes Buch zeigt, aus welchen Tiefen sich der Kontinent herausgearbeitet hat.«
Jörn Funke, Westfälischer Anzeiger, 10.3.2015

»Keith Lowe räumt mit der Vorstellung auf, dass mit dem Sieg über Hitler-Deutschland der Kontinent sein neues, ziviles Leben begann. ... Lowes Darstellung drängt neue Ansichten auf: Die unmittelbare Nachkriegszeit war politisch komplexer, als unsere immer noch vom Kalten Krieg geprägte Sicht auf Europa suggeriert.«
Tobias Rapp & Elke Schmitter, Spiegel, Dezember 2014

»Lowe beschreibt eindrucksvoll, wie brutal der Krieg nach dem Kriegsende noch weiterging.«
Moritz Schuller, Der Tagesspiegel, 6.12.2014

»Man kann aus seinem aufwühlenden Buch lernen, was uns für Verhalten wie Urteil zur Gegenwart vorsichtiger machen sollte: Opfer können zu Tätern werden. Und jene, die keine Täter waren, werden zu Opfern von zu Tätern gewordenen Opfern.«
Erhard Schütz, Der Freitag, 16.12.2014

»Sein Buch ist eine Wiederaneignung einer noch immer verdrängten Geschichte der Abwesenheit von Recht und Zivilisation. ... Keith Lowe gelingt in seiner großen Studie das Kunststück, die Zeit der europäischen Anarchie ohne Ressentiments als Panorama des Schreckens abzubilden und zu einem Lehrstück über die Entstehung von Gewalt und den Mechanismen, die sie am Leben halten, zu machen.«
Harry Nutt, Berliner Zeitung, 17.12.2014

»Der Autor macht deutlich, dass nationalistischer Hass und rassistische Gewalt durch einseitige Schuldzuweisungen und durch ein Herausreißen von historischen Fakten und Prozessen aus ihrem Gesamtkontext entstehen und verstärkt werden. Lowes Buch macht uns bewusst, dass es wenig produktiv ist, "Vergangenes vergangen sein zu lassen". Denn es sind unsere Erinnerungen an die Vergangenheit, die uns zu dem machen, was wir sind und was wir werden können.«
Helmut Kramer, Die Presse, 7.2.2015

»Ein Lehrstück in unaufgeregter Relativierung dessen, was uns als das absolut Böse gilt - das Verbrecherregime Hitlers.«
Götz Kubitschek, Sezession, Februar 2015

»... ein beeindruckend informatives Buch, das vor Augen führt, wie dünn die Decke der Zivilisation auch in Europa sein kann.«
Martin Hubert, Deutschlandradio "Andruck", 8.12.2014

»Keith Lowe entwirft das Drama einer europäischen Gewaltgeschichte der Jahre 1943 bis 1950, in denen ethnische Konflikte, ideologische Neupositionierungen, regionale Partisanenkämpfe, lokale Racheakte und Bürgerkriege einander bedingten oder auch nur zufällig nebeneinander existierten. ... die Wiedervereinigung einer noch immer verdrängten Geschichte der Abwesenheit von Recht und Zivilisation und nicht selten auch Empathie. Lowe fragt nach, was geschah, aber er interessiert sich auch dafür, wie es so weit kommen konnte.«
Harry Nutt, Frankfurter Rundschau, 8.12.2014

»Mit einer ebenso beeindruckenden wie ausgewogenen Studie räumt der junge britische Historiker Keith Lowe mit der Mär von der Stunde Null nach dem Zweiten Weltkrieg auf.«
Frank Saigge. Goslarsche Zeitung, 17.12.2014

»Keith Lowes Buch schließt die Lücke hinsichtlich eines historisch grausamen Zeitabschnitts, den man bislang gern ausgeblendet hat.«
Börsenblatt Spezial, 13.11.2014

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.11.2014

Abbildungen

Tafelteil mit zahlreichen schwarzweissen Abbildungen

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

526

Maße (L/B/H)

24,2/16,5/4 cm

Gewicht

885 g

Farbe

Anthrazit / Camel

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

Savage Continent

Übersetzt von

  • Stephan Gebauer
  • Thorsten Schmidt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-94858-5

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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  • Bewertung

    5/5

    13.02.2015

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschreckend und faszinierend

    Die Jahre nach Kriegsende bis etwa 1950 werden gemeinhin als „Stunde Null“ bezeichnet. In seinem Buch „Der wilde Kontinent“ widerlegt Keith Lowe eindrucksvoll diese Aussage. Es war keinesfalls so, dass mit der Kapitulation der Wehrmacht der Zweite Weltkrieg einfach vorbei war. Vielmehr provozierte der Krieg zahlreiche weitere regionale Konflikte und Kriege, sodass das Morden, Vertreiben und Rächen noch über Jahre hinweg weiterging. Eine derartige Gewalt wurde durch den Zweiten Weltkrieg entfesselt, der mangels politischer, polizeilicher und gesellschaftlicher Ordnungen kein Einhalt mehr geboten werden konnte. Erschreckend ob der Grausamkeiten, entsetzend ob der noch immer bestehenden Progrome, berichtet der Autor über alle europäischen Brennpunkte dieser heute weitgehend verdrängten Zeit.

  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    03.01.2015

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine aus den Fugen geratene Welt

    Der Zweite Weltkrieg endete nicht mit der Kapitulation Deutschlands, sondern fand seine Fortsetzung in gewaltsamen Regimewechseln, Vertreibungen und Racheakten, nicht nur politischer Art. Es begann der Kampf um die Herrschaft in den befreiten Ländern, dabei kam es zu Bürgerkriegen und wieder gingen Partisanen in die Wälder - diesmal gegen ein anderes Regime. Manche dieser Auseinandersetzungen dauerten bis in die 50er-Jahre an, sogar noch später wurden noch Widerstandskämpfer gefasst oder getötet. Keith Lowe beschreibt in seinem Buch einen Kontinent ohne politische Ordnung, ohne funktionierende Polizei oder Justiz, es fanden ethnische Säuberungen statt, alte Rechnungen wurden beglichen - es war eine Zeit der Gewalt und der Gesetzlosigkeit. In dieser Zeit wurde das politische Erscheinungsbild Europas für die nächsten Jahrzehnte geprägt.

  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    20.01.2021

    eBook (ePUB)

    Eine aus den Fugen geratene Welt

    Der Zweite Weltkrieg endete nicht mit der Kapitulation Deutschlands, sondern fand seine Fortsetzung in gewaltsamen Regimewechseln, Vertreibungen und Racheakten, nicht nur politischer Art. Es begann der Kampf um die Herrschaft in den befreiten Ländern, dabei kam es zu Bürgerkriegen und wieder gingen Partisanen in die Wälder - diesmal gegen ein anderes Regime. Manche dieser Auseinandersetzungen dauerten bis in die 50er-Jahre an, sogar noch später wurden noch Widerstandskämpfer gefasst oder getötet. Keith Lowe beschreibt in seinem Buch einen Kontinent ohne politische Ordnung, ohne funktionierende Polizei oder Justiz, es fanden ethnische Säuberungen statt, alte Rechnungen wurden beglichen - es war eine Zeit der Gewalt und der Gesetzlosigkeit. In dieser Zeit wurde das politische Erscheinungsbild Europas für die nächsten Jahrzehnte geprägt.

  • BPLaufs

    aus Saarbrücken

    5/5

    27.09.2015

    eBook (ePUB)

    Alle, die sich für die…

    Alle, die sich für die Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren - und das müsste eigentlich jeder - sollten dieses außergewöhnlich informative und in guter britischer Historikertradition lesbar geschriebene, aber nicht ohne Nebenwirkungen zu verkraftende Buch studieren. Wer glaubte, mit der Niederlage des nationalsozialistischen Terrorregimes in Deutschland 1945 seien Gewalt und Krieg in Europa zu Ende gegangen, der irrt sehr. Lowe beschreibt, gestützt auf einen imposanten Berg von Quellen und Augenzeugenberichten, das Chaos, die Vertreibungen und Bürgerkriege, die ethnischen Säuberungen und die Anarchie, die in vielen Regionen unseres Kontinents zwischen 1943 bis 1950 aus »entfesselter Rache«, aus ideologischer Verblendung und aus zynischem politischen Kalkül auf brutale und grausamste Weise zum Ausbruch kamen. Ich gestehe, daß ich die Lektüre des Buches nicht wegen des Umfangs, sondern vor allem wegen der geschilderten eruptiven Gewalt, die sich mitten im (angeblich) zivilisierten Europa Bahn brach und die das Vorstellungsvermögen zum Zerreißen strapaziert, für einige Zeit unterbrechen musste. Dennoch oder gerade wegen dieser Darstellungen handelt es sich m.E. um eines der wichtigsten wissenschaftlich fundierten historischen Arbeiten der letzten Jahre, die sich nicht nur an die Historikerzunft wenden. Insbesondere auch die Beschreibung der griechischen Verhältnisse in der Nachkriegszeit (Kap. 24) ist schockierend und geeignet, unser Verständnis der aktuellen Mentalität der Menschen Griechenlands zu vertiefen. Der Blick zurück macht nicht zuletzt klar, wie alternativlos gegenseitige Anerkennung und eine auf friedfertigen Mitteln und demokratischen Grundwerten beruhende Verständigung in der EU sind, wenn wir unseren Kindern einen von Kriegen freien europäischen Kontinent vererben wollen.

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