"Ein jeglich Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wüst; und ein Haus fällt über das andere."
(Lukas 11, 17)
Alena Frei lebt im Waldviertel. Nichts trübt die dörfliche Idylle, bis eines Tages ihre demenzkranke Großmutter verschwindet. Was auf den ersten Blick wie ein tragischer Einschnitt in ihr Leben wirkt, entpuppt sich als Ereignis mit weitreichenden Konsequenzen. Ein streng gehütetes Familiengeheimnis bringt Unruhe in das Leben der jungen Frau. Auf der Suche nach ihren Wurzeln entdeckt Alena neue Seiten an sich selbst. Und die Stimmen in ihrem Kopf sind bei der Aufklärung dieser Geheimnisse nicht gerade hilfreich ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Lilienfeld
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Newcomer
Eine Freundin hat mir diese Buch empfohlen und auch wenn ich kein Horrorgeschichtenleser im eigentlichen Sinn bin, hat mich die aufgebaute Spannung in diesem Werk zum fertig lesen animiert. Diese Geschichte vereint verschiedenste Gefühlsregungen über: Freude, Wortwitz, Angst, Trauer, Schmerz uvm. Als besonders berührend habe ich die Passage mit dem Brief der verstorbenen Mutter empfunden. Das Buch dieser zwei Jungautoren ist sehr gut gelungen und absolut empfehlenswert! Auch der regionale Bezug zum Waldviertel und die Sprachvielfalt hat mir gut gefallen!
Bewertung
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Fesselnder Horror
Eine fesselnde und spannende Geschichte für garantiert schaurige Momente.
Zu Beginnt ahnt man noch nicht, was Alena Frei, der Protagonistin der Geschichte, noch alles erwartet. Mit ihr wird man immer öfter Zeuge von Ereignissen, die es eigentlich gar nicht geben kann ... oder etwa doch?
Vor allem das Ende (?) der Geschichte hat mich äußerst in Bann gezogen.
Ein Muss für Liebhaber des Horror-Genres und Erkunder unerklärlicher Phänomene.
Fazit: Sehr empfehlenswert!
Bewertung
aus Langenlois
4/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Mysteriös
Der Titel Zweistimmig kann sowohl auf die beiden Autoren, als auch auf den Inhalt, in dem Realität/Einbildung und Gut/Böse verschwimmen, bezogen werden.
Inhalt:
Alena, eine junge Frau, zieht aufs Land um ihre Großmutter zu pflegen. Dort geschehen plötzlich übernatürliche Dinge und zusätzlich wird sie mit dunklen Kapiteln in ihrer Familiengeschichte konfrontiert. Dann stirbt auch noch ihre Oma was sie vollkommen aus der Bahn wirft und das Böse ergreift sie immer schneller. Doch mutig stellt Alena sich der Vergangenheit und erkennt plötzlich die Verkettung der Ereignisse- die Frage ist nur ob es nicht schon zu spät für sie ist..
Man muss kein Fan des Fantasy- oder Horror-Genres sein um von der Geschichte gefesselt zu sein, die aufgrund des Lokalkolorits und der sensiblen Charakterisierung der Personen trotzdem bodenständig wirkt. Weiters, zeugt das Werk von der Freude zum Schreiben der beiden Jungautoren und kann mit einem beachtlichen Wortschatz auftrumpfen.
Die Auszüge aus der Bibel finde ich gut, da eine story mit Quellen einfach besser recherchiert wirkt, wobei mich persönlich die Interpretation der Bibel hier nicht stört.
Am besten gefiel mir der letzte Teil des Buches, indem sich die Protagonistin in einer Art Traumwelt befindet. Dieser part, indem sie unterschiedlichen Personen begegnet und sich verschiedene Landschaften auftun, ist sehr surrealistisch und erinnert mich an den Film Pans Labyrinth was sehr beachtlich ist (großer Pluspunkt).
Obwohl die Idee hinter der Geschichte gut ist, konnte mich das Buch nicht an allen Stellen hundertprozentig überzeugen.Die Alltagsszenen im Buch fand ich manchmal langatmig.
Weiters, war ich über die Darstellung Peters ein wenig enttäuscht. Obwohl er einen wichtigen Platz in der Geschichte einnimmt, wirkt er oft kalt und sehr distanziert- deswegen konnte ich mich nicht in ihn hineindenken.
Mein Fazit: Absolut lesenswert, vor allem für Leute, die den Gänsehautfaktor beim Lesen wünschen, und alle, die sich gerne in fremde Welten versetzen lassen (inklusive dem Waldviertel^^).
MoneP
aus Haltern am See
2/5
31.01.2023
eBook (ePUB)
Das Thema hätte viel Potenzial gehabt, aber für mich wurde es leider nicht erfüllt.
Der Klappentext versprach ein interessantes Buch und es hätte auch wirklich großes Potenzial gehabt. Allerdings konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen. Recht schnell fielen mir viele Schreibfehler auf. Ich mache selber genug und wenn mir so viele auffallen ist das kein gutes Zeichen. Allerdings bin ich jemand, der diese auch gut mal für den Inhalt ausblenden kann. Andere sind da etwas kritischer.
Andere Dinge sind mir da mehr aufgefallen. Am Anfang trennt sich Alena von ihrem Freund um zu ihrer Oma zu ziehen und sich um diese zu kümmern. Schwupp – Freund vergessen. Wenn es wirklich so ist, bewundernswert, aber irgendwie fehlen mir so ein paar kleine Gedanken, um sie nicht als Maschine wahrzunehmen. Und dann verschwindet ihre Oma. Die Beschreibung dazu finde ich sehr dürftig, vor allem weil es von solch einer Wichtigkeit ist. Und schwupp – Todesursache abgehakt. Weshalb verschwand sie? Was ist passiert? Keine nähere Aufklärung. Natürlich erst vorerst, aber wo sind die Fragen von Alena? Dies fehlt mir ein wenig. Auch der Hinweis am Anfang oder recht weit am Anfang, worum sich dieses Buch handelt. Das hätte super in den Prolog eingearbeitet werden können, da wir da noch aus der Sicht der Großmutter lesen. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Ist es eine Demenz, die die Familie heimsucht, eine Schizophrenie, eine Krankheit oder etwas ganz anderes. Alles interessante Themen, die man super behandeln kann. Und natürlich wird es nach und nach aufgeklärt, da auch Alena keine Ahnung hat, was nun genau Sache ist. Schließlich fängt sie auch noch an Stimmen zu hören und allmählich merkt sie, dass das nicht normal sein kann und forscht nach. Allerdings kam mir das ganze Buch eher wie eine halbherzigen Erzählung vor. Kein brennen für die eigene Geschichte, keine Spannung, kein Herzblut.
Auch die Logik fehlt mir hier an einigen Stellen. Die Protagonisten wissen, wie wichtig manche Geschehnisse sind, denken nicht nach und handeln unüberlegt, obwohl sie andere darum bitten aufmerksam zu sein. Oder es passiert etwas unerklärliches und alle tun so, als ob es das normalste der Welt ist. Reicht ja wenn man am nächsten Tag nachfragt, weshalb die ganze Welt verschlungen wird (ich übertreibe hier natürlich). Das Buch hält sich viel mit unwichtigem auf, anstatt das Thema mehr zu behandeln um das es geht. Später wird es dann kurz vertieft und es kommt etwas Pep rein, aber dann überschlägt sich alles und schwupp – Ende.
Ich mag jetzt auch nicht alles schlecht machen. Es gab, wie gesagt, Potenzial und wenn man das Buch noch mal überarbeitet, ein paar Sachen ausarbeiten und in den Fokus stellt, ein paar Seiten mehr einbringt, dann kann es echt was werden.
"Zweistimmig" nimmt das Leben auf dem Land und die damit einhergehenden Klischees artistisch unter die Lupe (Einfluss der Kirche, Leben in Abgeschiedenheit etc.). Der Spannungsroman inszeniert in dieser Umgebung Horror- bzw. Gruselszenarien, die jeder nachempfinden kann, der auf dem Land aufgewachsen ist bzw. dort für längere Zeit gelebt hat. Der Roman ist mir zeitweise sogar als Abrechnung mit dem Leben auf dem Land erschienen - keine frustrierte oder gar zornige Abrechnung, aber dennoch eine Kritik an vielen Aspekten, die man bei der Stadtflucht in Kauf nehmen muss.
Aber nicht nur das Umfeld und Leben der Protagonistin sind authentisch und fesselnd beschrieben, sondern auch die Reisen, die man in ihre (gespaltene?) Psyche übernimmt. Vor allem das letzte Drittel des Spannungsromans hat mir stark imponiert, da hier ein kompletter Bruch mit der bisherigen Handlung begangen wird, der uns Leserinnen und Lesern komplett den Boden unter den Füßen herauszieht.
Ein packender Roman, der viele Gefühlsebenen bewandert hat, die mir als Kind vom Land sehr vertraut sind, und der aufgrund von seinem genialen Spiel mit mehreren Metaebenen nur schwer aus Hand zu legen war.
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