Produktbild: »Denk dir ein Wunder aus«
Band 1394

»Denk dir ein Wunder aus«

Aus der Reihe Insel-Bücherei
1

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.04.2014

Herausgeber

Brigitte Landes

Verlag

Insel

Seitenzahl

79

Maße (L/B/H)

18,4/12,3/1,8 cm

Gewicht

142 g

Farbe

Blau / Lichtgrau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-19394-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.04.2014

Herausgeber

Brigitte Landes

Verlag

Insel

Seitenzahl

79

Maße (L/B/H)

18,4/12,3/1,8 cm

Gewicht

142 g

Farbe

Blau / Lichtgrau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-19394-4

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Else Lasker-Schüler (1869-1945…

MaWiOr aus Halle am 08.05.2014

Bewertungsnummer: 2703297

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Else Lasker-Schüler (1869-1945) - Karl Kraus nannte sie die „stärkste und unwegsamste lyrische Erscheinung des modernen Deutschlands“. Die deutsch-jüdische Schriftstellerin ist zwar eine der schillernden Figuren der deutschen Literaturgeschichte, sie gelangte aber erst nach ihrem Tod zu Ruhm. Zu Lebzeiten galt sie als schwierig, extravagant und zu leidenschaftlich. Bewusst widersprach sie der bürgerlichen Frauenvorstellung, was sie äußerlich durch das Tragen von Hosen, bunten Gewändern und kurzgeschnitten Haaren demonstrierte. Das Inselbändchen „Denk Dir ein Wunder aus“ präsentiert nun eine Auswahl von Gedich-ten und Briefen aus dem Jahr 1912. Sie sind vor allem an ihren zweiten, neun Jahre jüngeren Ehemann, den Verleger und Galeristen Herwarth Walden, gerichtet. Nach achtjähriger Ehe hatte dieser während einer Nordlandreise die schwedische Malerin Nell Roslund kennengelernt. Else Lasker-Schüler schreibt ihm leidenschaftliche Briefe und Gedichte nach Norwegen, wo er gerade mit einem Freund unterwegs ist. Die Daheimgebliebene (in Berlin) bringt darin auch ihren Sarkasmus und ihre Selbstironie zum Ausdruck („Es ist ein Weinen in der Welt, als ob der liebe Gott gestorben wär“ oder „Lieber Herwarth, was ist das Leben doch für ein eitler Wettbewerb gegen das Aufschweben zur Ewigkeit. Ich bin erregt, ich hatte schon einige Male heute das Gefühl, ich muss sterben“). Darüber hinaus berichtet sie auch von ihren Erlebnissen und Begegnungen in den Berliner Künstlerkreisen, in denen sie verkehrte und wo sie ihren Liebeskummer freimütig publik machte. Obwohl sich schnell eine intensive Freundschaft mit Gottfried Benn entwickelte, stand die Dichterin nach der Scheidung von Herwarth Walden vor den Trümmern ihrer Existenz. Doch sie ist „die stolze Unbeugsame, die sich durchs Leben schlägt“. Das Inselbändchen ist eine bemerkenswerte Auswahl, die ein Schlaglicht auf ein besonderes Jahr in der Biografie von Else Lasker-Schüler wirft.

Else Lasker-Schüler (1869-1945…

MaWiOr aus Halle am 08.05.2014
Bewertungsnummer: 2703297
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Else Lasker-Schüler (1869-1945) - Karl Kraus nannte sie die „stärkste und unwegsamste lyrische Erscheinung des modernen Deutschlands“. Die deutsch-jüdische Schriftstellerin ist zwar eine der schillernden Figuren der deutschen Literaturgeschichte, sie gelangte aber erst nach ihrem Tod zu Ruhm. Zu Lebzeiten galt sie als schwierig, extravagant und zu leidenschaftlich. Bewusst widersprach sie der bürgerlichen Frauenvorstellung, was sie äußerlich durch das Tragen von Hosen, bunten Gewändern und kurzgeschnitten Haaren demonstrierte. Das Inselbändchen „Denk Dir ein Wunder aus“ präsentiert nun eine Auswahl von Gedich-ten und Briefen aus dem Jahr 1912. Sie sind vor allem an ihren zweiten, neun Jahre jüngeren Ehemann, den Verleger und Galeristen Herwarth Walden, gerichtet. Nach achtjähriger Ehe hatte dieser während einer Nordlandreise die schwedische Malerin Nell Roslund kennengelernt. Else Lasker-Schüler schreibt ihm leidenschaftliche Briefe und Gedichte nach Norwegen, wo er gerade mit einem Freund unterwegs ist. Die Daheimgebliebene (in Berlin) bringt darin auch ihren Sarkasmus und ihre Selbstironie zum Ausdruck („Es ist ein Weinen in der Welt, als ob der liebe Gott gestorben wär“ oder „Lieber Herwarth, was ist das Leben doch für ein eitler Wettbewerb gegen das Aufschweben zur Ewigkeit. Ich bin erregt, ich hatte schon einige Male heute das Gefühl, ich muss sterben“). Darüber hinaus berichtet sie auch von ihren Erlebnissen und Begegnungen in den Berliner Künstlerkreisen, in denen sie verkehrte und wo sie ihren Liebeskummer freimütig publik machte. Obwohl sich schnell eine intensive Freundschaft mit Gottfried Benn entwickelte, stand die Dichterin nach der Scheidung von Herwarth Walden vor den Trümmern ihrer Existenz. Doch sie ist „die stolze Unbeugsame, die sich durchs Leben schlägt“. Das Inselbändchen ist eine bemerkenswerte Auswahl, die ein Schlaglicht auf ein besonderes Jahr in der Biografie von Else Lasker-Schüler wirft.

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