Alles wird überwacht. Alles ist sicher. Doch dann geschieht ein Mord, der alles infrage stellt.
Wozu Zeugen vernehmen, wenn all ihre Bewegungen und Gespräche bereits auf einer Festplatte archiviert sind? Warum Tatorte begehen, wenn fliegende Polizeidrohnen bereits alles abfotografiert haben? Als ein Brüsseler Parlamentarier auf einem Feld nahe der Hauptstadt ermordet aufgefunden wird, glaubt Kommissar Aart van der Westerhuizen zunächst, den Fall mithilfe des beinahe allwissenden Europol-Fahndungscomputers und der brillanten Forensikerin Ava Bittmann rasch lösen zu können. Und tatsächlich gibt es verblüffend schnell einen Verdächtigen. Doch dann entdeckt er immer mehr Hinweise darauf, dass die digitale Datenspur manipuliert wurde – und gerät in eine Verschwörung, die ganz Europa in seinen Grundfesten zu erschüttern droht.
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Da bekommt man Angst vor der Zukunft
Bewertung am 02.08.2016
Bewertungsnummer: 344513
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
In einer nicht genau definierten Zukunft wird alles durch Drohnen überwacht und alles scheint dadurch sicher zu sein, doch dann geschieht ein Mord! Bei totaler Überwachung werden allerdings keine Zeugen befragt, sondern nur Daten ausgewertet, allerdings scheinen diese Daten manipuliert worden zu sein...
Tom Hillenbrand hat mit Drohnenland einen brisanten Zukunftsthriller geschrieben, der dem Leser ziemlich an die Nieren geht. Die Zukunft, die der Autor beschreibt scheint mehr als nur möglich zu sein und sein Ausblick greift Dinge auf, die mittlerweile schon passiert sind, obwohl er das zur Zeit des Schreibens eigentlich nicht wissen konnte. Solche Elemente machen diesen Roman noch unglaublicher! Die Menschen ergeben sich in diesem Werk der totalen Überwachung und tragen auch selbst noch sehr gerne dazu bei, die eigentlich fehlenden Daten durch den Einsatz eigener Drohnen oder durch das Tragen von Datenbrillen zu ergänzen. Diese Form der Überwachung gerät jedoch ins Wanken, denn die Daten können geschickt manipuliert und zu anderen Zwecken genutzt werden. Bei Drohnenland handelt es sich um einen wirklich großartig umgesetzten Politthriller der Zukunft, der dem Leser mit seiner Herangehensweise hoffentlich etwas mehr die Augen öffnet! Was richten Bewegungsprofile an? Wie viele Daten gebe ich freiwillig preis? Was wird damit getan? Solche Fragen muss man sich beim Lesen unweigerlich stellen und die Antworten sind stellenweise sehr unangenehm, denn wir sind zu nachlässig mit unserer Privatsphäre geworden und das auch noch sehr freiwillig. Eine spannende und erschreckende Zukunftsvision, die nicht mehr weit entfernt scheint und die absolut lesenswert ist!
Geld regiert die Welt, aber…
Havers am 25.08.2014
Bewertungsnummer: 2708117
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Geld regiert die Welt, aber in Tom Hillenbrands Sci-Fi Thriller „Drohnenland“ sind es Daten und Informationen, die die Machthungrigen gezielt einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen. Handlungsort ist im Wesentlichen Brüssel, und die Geschichte spielt sich in einer Zukunft ab, die sich George Orwell in seinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt hätte. Nicht nur, dass jeder Schritt und jede Handlung der Individuen von den allgegenwärtigen Drohnen überwacht wird, nein, es ist noch viel schlimmer, denn mit Hilfe der aus der Überwachung gewonnenen Daten werden Profile erstellt, die in der Lage sind, das Verhalten, die persönliche Entwicklung oder auch Krankheiten der Menschen vorherzusagen. Bereits diese Vorstellung ist gruselig! Aber auch das politische Weltgefüge hat sich verändert. Die Vereinigten Staaten existieren zwar noch, spielen aber keine Rolle mehr. Portugal, früher eines der Armenhäuser Europas, hat mittlerweile das Sagen in der EU, denn durch die Lage am Atlantik verfügt das Land, dank der Wellenkraft, über unglaubliche Geldreserven. Das Klima hat sich verändert, und Dauerregen sorgt dafür, dass der Meeresspiegel stetig ansteigt, was dazu geführt hat, dass unkontrollierbare Wassermassen sowohl Holland als auch den Norden Deutschland überflutet und ausradiert haben. Hauptfigur ist Aart Westerhuizen von Europol, ein sympathischer Kommissar der alten Schule. Ihm zur Seite steht Ava Bittman, eine israelische Datenspezialistin, immer vertraut mit den neuesten Technologien. Gemeinsam arbeiten sie an dem Fall des ermordeten EU-Parlamentariers und müssen zu ihrem Leidwesen feststellen, dass auch die totale Kontrolle ausgehebelt werden kann, wenn mächtige Interessen dahinterstehen. Bei Sci-Fi Thrillern besteht oft die Gefahr, dass die Story „trocken“ und techniklastig daherkommt. Nicht so bei „Drohnenland“, denn obwohl Tom Hillenbrand seine Leser detailliert mit den Funktionsweisen der diversen Überwachungsinstrumente vertraut macht, gelingt es ihm, dies wohldosiert in eine spannende Handlung zu integrieren. Und vieles, was als utopisches Szenario beschrieben war, ist leider Realität, wie wir glücklicherweise mittlerweile durch die verschiedenen Whistleblower erfahren haben. Lesen!
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