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Alles Boulevard Wer seine Kultur verliert, verliert sich selbst

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

18241

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.05.2014

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

226

Maße (L/B/H)

2,1/11,9/18,9 cm

Gewicht

244 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

1

Originaltitel

La civilización del espectáculo

Übersetzt von

Thomas Brovot

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46526-4

Beschreibung

Rezension

»Der Essay [ist] eine lohnende Lektüre, weil er in konziser Form und Fülle den Blick auf unsere Gegenwart richtet und dazu auffordert, genauer hinzusehen, manchmal auch einfach wegzusehen und überhaupt wieder den Mut aufzubringen, zu unterscheiden - und zu bewerten.« ("NZZ am Sonntag")
»Brillant, kühn und extrem kontrovers.« ("El Mundo")
»Selten ist eine so entschlossene Philippika gegen den aktuellen Lärmbetrieb gehalten worden.« ("DER SPIEGEL")
»Es handelt sich erwartungsgemäß um kenntnis- und gedankenreiche, fein geschliffene, auch wortgewaltige Texte. Der gewichtigste Grund allerdings, Vargas Llosas Gedanken ernst zu nehmen, besteht darin, dass schon zu lange als inkompetent und hoffnungslos altmodisch gilt, wer auch nur den Versuch unternimmt, die anhaltende Feier dessen, was heute unter Kultur subsumiert wird, zumindest infrage zu stellen.« ("neues deutschland")
»Vargas Llosa legt mit seiner weitreichenden Kultur- und Medienkritik die Finger in die Wunde einer von Technik und Machbarkeit berauschten Gesellschaft, die den Sinn für vieles verloren hat, was den Wert der Kultur von einst ausmachte.« ("Die Tagespost, Würzburg")
»... die Leidenschafr und Ernsthaftigkeit ist in jeder Zeile seiner Analyse zu spüren.« ("Basler Zeitung")
»Die Streifzüge durch unser Zeitalter, in die unreflektierten Abgründe der Gesellschaft und in die verherrlichten Niederungen des Boulevardbetriebs sind unterhaltend zu lesen und bestürzend in der Einsicht. Aufklärerisch wie in seinen grossen Romanen, räumt Mario Vargas 110sa mit allen Beschönigungen auf, welche den globalen Unterhaltungsbetrieb verharmlosen und ihn frivol als Fortschritt verkaufen wollen.« ("Weltwoche")

Produktdetails

Verkaufsrang

18241

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.05.2014

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

226

Maße (L/B/H)

2,1/11,9/18,9 cm

Gewicht

244 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

1

Originaltitel

La civilización del espectáculo

Übersetzt von

Thomas Brovot

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46526-4

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
info@suhrkamp.de

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  • MaWiOr

    aus Halle

    4/5

    29.05.2014

    Buch (Taschenbuch)

    Wer aufmerksam die Buchneuersc…

    Wer aufmerksam die Buchneuerscheinungen studiert, die alltäglichen Fernsehprogramme, die Theaterinszenierungen oder Ausstellungseröffnungen verfolgt … der wird es sicher selbst schon festgestellt haben: was uns da als Kultur vorgesetzt wird, ist häufig nur noch Quotenhascherei, Spektakel und Voyeurismus. Was wir nur unbestimmt fühlen oder ahnen, hat nun der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa in seinem Essay „Alles Boulevard“ kritisch analysiert. Die vergangene Kultur nahm für sich noch in Anspruch, „die Gegenwart zu transzendieren und zu überdauern“, während der heutige Kulturbetrieb Produkte auf den Markt wirft, die „wie Kekse oder Popcorn“ konsumiert werden sollen. Ausführlich versucht Llosa zu beschreiben, wie es zu diesem Kulturwandel in den letzten fünfzig Jahren gekommen ist. In sechs thematischen Kapiteln untersucht der Autor die Banalisierung der Kultur in den unterschiedlichsten Bereichen, so das Zusammenspiel von Politik, Gesellschaft und Kultur: „Ein weiterer heikler Aspekt, der die Demokratie schwächt, ist die Abkehr vom Gesetz, auch dies eine Folge der Kultur des Spektakels“. Er beklagt den Zerfall der Bildung und den Verlust der Gesellschaftsidentität. Auch mit seiner Kritik an den Religionen, Sekten und exotischen Glaubensvorstellungen hält er nicht hinter dem Berg. „Der kunterbunte Amüsierbetrieb“ ist für ihn nicht nur ein Orwellscher Albtraum, sondern eine sehr realistische Möglichkeit für die am weitesten entwickelten Nationen. Als Leser mag man diesen kritischen Kultur-Rundumschlag selbst kritisch bewerten oder bei Llosa keine wesentlich neuen Argumente des Kulturpessimismus entdecken, so bietet „Alles Boulevard“ doch zahlreiche nachdenkliche Anregungen zur persönlichen Meinungsbildung. Ein unbequemes Buch, das aber auch den Blick schärft. Und da es von keinem Kulturwissenschaftler sondern von einem Schriftsteller von Weltrang verfasst ist, eine gut lesbare Lektüre.

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  • Metamorphose eines Wortes



    Die Kultur des Spektakels



    Elefantenkacke



    Kleiner Diskurs über die Kultur



    Die Stunde der Scharlatane



    Verbieten verboten



    Das islamische Kopftuch



    Das Verschwinden der Erotik



    Der Maler im Bordell



    Kalter Sex



    Kultur, Politik und Macht



    Das Private und das Öffentliche



    Das Opium des Volks



    Das Zeichen des Kreuzes



    Verteidigung der Sekten



    Schlussgedanken



    Mehr Information, weniger Wissen



    Danksagung