Produktbild: Geschäftsmodell Gesundheit
Band 15

Geschäftsmodell Gesundheit Wie der Markt die Heilkunst abschafft

Aus der Reihe medizinHuman

13,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.10.2014

Herausgeber

Bernd Hontschik

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

164

Maße (L/B/H)

18,8/11,6/1,7 cm

Gewicht

164 g

Farbe

Ozeanblau / Weiß

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46514-1

Beschreibung

Rezension

»...scharfsinnig und präzise...« ("kultur-punkt")
»Maios Abhandlung ist ein mutiges, unaufgeregtes Plädoyer für eine humanere Medizin.« ("Psychologie heute")
»...eine exzellente, leicht verständlich geschriebene Analyse der Entwicklung des deutschen Gesundheitswesens...« ("Ethica")
»Allen, die sich mit der im vollen Gange befindlichen Wandlung des Gesundheitswesens auseinandersetzen und neue Sichtweisen gewinnen wollen, sei dieses auch philosophischen Aspekten verpflichtete Buch empfohlen.« ("TrokkenPresse")
»Ein sehr informatives und hilfreiches Buch, das nicht nur Ärztinnen und Ärzten, sondern auch Patientinnen und Patienten zu empfehlen ist.« ("Geburtshilfe und Frauenheilkunde")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.10.2014

Herausgeber

Bernd Hontschik

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

164

Maße (L/B/H)

18,8/11,6/1,7 cm

Gewicht

164 g

Farbe

Ozeanblau / Weiß

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46514-1

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Produktbild: Geschäftsmodell Gesundheit
  • I. Die Medizin auf dem Weg zu Fallpauschalen und Budgetierung

    Zur Notwendigkeit ökonomischen Denkens in der Medizin

    Von der dienenden zur bestimmenden Ökonomie

    III. Praktische Auswirkungen einer ökonomisierten Medizin

    Aufnahme: Kategorisierung der Patienten nach ökonomischen Kriterien

    Diagnostik: Parallelität von Über- und Unterdiagnostik

    Therapie: Fragmentierung und Ziffer im Kopf

    Entlassung: Kein sanftes Hinausbegleiten

    Patientenkontakt: Handwerklich-technische Qualität vor Beziehungsqualität

    Strategie der Simplifizierung

    Wettbewerbsfähigkeit als neues Qualitätskriterium

    Entsolidarisierung von den Schwächsten

    Subtile Disziplinierung der Ärzte durch die Kostenträger

    Innere Umprogrammierung der Ärzte

    Sinnentleerung ärztlicher Tätigkeit

    IV. Theoretische Implikationen einer ökonomisierten Medizin

    Abschaffung der Geduld und Abwertung der Sorgfalt

    Verlust der Rücksicht

    Vernachlässigung der Ausbildung

    Abschaffung des ärztlichen Ermessensspielraumes

    Einfassen des Patienten in standardisierte Module

    Austauschbarkeit des Arztes

    Vorstellung herstellbarer Beziehungen

    Abschaffung der Kreativität

    Legitimierung der Gleichgültigkeit

    Entlegitimierung des Nichtmessbaren

    Machen statt Versehen

    Verlust der Ganzheitlichkeit

    Abwertung der ärztlichen Qualität

    Etablierung einer Misstrauenskultur

    Moralische Dissonanz und Verlust der Freude

    Individualisierung struktureller Defizite

    Kalküle des Eigennutzes statt Dasein für andere

    Verlust des Vertrauens in die Medizin

    V. Vom Patienten zum Kunden

    Unzulänglichkeit des Kundenbegriffs für die Medizin

    Ignorierung der Angewiesenheit des kranken Menschen

    Von der Leidenslinderung zur Weckung neuer Bedürfnisse

    Werbung für ärztliche Hilfe?

    »Nichts ist unmöglich«– Kultivierung der Machbarkeit

    VI. Vom Vertrauensverhältnis zum Vertragsverhältnis

    Der Vertrag als das Vorgefertigte

    Unpersönlichkeit des Vertrages

    Egologik des Vertrages

    Verlust des sozialen Bandes durch den Vertrag

    Zur Notwendigkeit eines sozialen Bandes zwischen Arzt und Patient

    Das Arzt-Patient-Verhältnis geht nicht im Rechtsverhältnis auf

    VII. Problemfeld Bonuszahlungen: Belohnung für das Falsche

    Bonusverträge als Entwertung ärztlicher Hilfe

    Einkalkulierte Korrumpierbarkeit der Ärzte

    Profanierung des Arztberufs

    Die medizinische Indikation als Kernstück ärztlicher Ethik

    Helfen aus innerer Motivation und nicht aufgrund äußerer Gratifikation

    Monetäre Unbeeinflussbarkeit als zentraler Wert

    VIII. »Lohnt es sich zu helfen?« – Der Irrweg in die Priorisierung

    Notwendigkeit setzt eine Festlegung des Behandlungsziels voraus

    Notwendigkeit setzt Zweckmäßigkeit voraus

    Helfen unter Vorbehalt

    Unersetzbarkeit ärztlicher Beurteilungserfahrung

    Kosten-Nutzen-Analysen benachteiligen die Schwächsten

    Verschwendung durch eine sprachlose naturwissenschaftliche Medizin

    IX. Gesundheit als Pflicht? Krankheit als Schuld?

    Der moderne Patient als »Nutzer«

    Der Mensch als Gesundheitsmanager seiner selbst?

    Eigenverantwortung erfordert strukturelle Voraussetzungen

    Individualisierung der Gesundheitsrisiken

    Kranke und alte Menschen als Verlierer

    Eigenverantwortung braucht gemeinsame Verantwortung

    Eigenverantwortung braucht Vertrauen in das soziale Band

    Der kranke Mensch oder: Das Recht, schwach zu sein

    Gesundheitskompetenz ist mehr Haltung als Wissen

    Nicht Eigenverantwortung statt Sorge, sondern Eigenverantwortung durch Sorge

    X. Für eine Aufwertung der Beziehungsmedizin

    Notwendige moralische Anreize für eine Beziehungsmedizin

    Ärzten muss ermöglicht werden, medizinisch zu entscheiden und nicht ökonomisch

    Medizin braucht Anreize für eine ganzheitliche Betreuung

    Krankenkassen: Sprechender Dialog mit den Ärzten statt formalisierter Kontrolle

    Dialog zwischen Medizin und Ökonomie

    Ermöglichung von Zeit, Aufmerksamkeit, Gespräch und Wertschätzung