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Produktbild: Leben im Ausnahmezustand

Leben im Ausnahmezustand Terrorismus und Personenschutz in der Bundesrepublik Deutschland (1970-1993)

41,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.04.2014

Abbildungen

13 sw Abbildungen

Verlag

Campus

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

2,8/15/22 cm

Gewicht

615 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-50085-0

Beschreibung

Rezension

"Ist der jahrzehntelange Terrorismus zwischen Flensburg und Friedrichshafen nicht schon unter fast allen Aspekten beschrieben und analysiert worden? Eben nur unter fast allen. Ein Gesichtspunkt hat bisher gefehlt: der Personenschutz, seine Mängel, seine Bedeutung für die
Schutzpersonen, die Grenzen seiner Perfektionierung. Die Lücke hat die Historikerin und Kommunikationswissenschaftlerin Maren Richter mit ihrem hervorragenden Buch gefüllt." Frank Bachner, Der Tagesspiegel, 16.07.2014
"Hunderte Politiker und Wirtschaftsführer erhielten in den Jahren des RAF-Terrors Personenschutz. Eine Studie belegt: Viele schätzten das Prestige ... Die Historikerin Maren Richter schildert den großen Auftritt der deutschen Polit-Prominenz in ihrer Dissertation über das 'Leben im Ausnahmezustand'." Klaus Wiegrefe, Der Spiegel, 19.04.2014
"eine lesenswerte Studie ... mit ungewöhnlichen Einsichten aus dem Innenleben der Macht." Otto Langels, Deutschlandfunk - Andruck, 05.05.2014
"Richters beeindruckende Studie verdeutlicht, welcher Ausnahmezustand sich hinter der abstrakten Formel vom 'Angriff auf das Herz des Staates' tatsächlich verbarg.", Sehepunkte, 15.07.2014

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.04.2014

Abbildungen

13 sw Abbildungen

Verlag

Campus

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

2,8/15/22 cm

Gewicht

615 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-50085-0

Herstelleradresse

Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
Werderstr. 10
69469 Weinheim
DE
info@campus.de

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  • Produktbild: Leben im Ausnahmezustand
  • Inhalt
    Einleitung 13

    1. Kapitel
    Der Aufbau des Personenschutzes 1951 bis 1975 23
    Von der Gründung der Sicherungsgruppe zum novellierten BKA-Gesetz 23
    Internationale Zusammenarbeit 29
    Der Personenschutz: Ziele, Einstufung und Umsetzung 34

    2. Kapitel
    Attentate des Linksterrorismus: Krisen im Personenschutz 47
    Erste Phase 1972–1976:
    Erste Attentate und die Ruhe vor dem Sturm 48
    Staatlicher Attentismus nach der Ermordung von Drenkmanns 48
    Die Lorenz-Entführung: »Generalprobe« ohne Folgen 50
    Außenpolitisches Zwischenspiel: Stockholm 52
    Zweite Phase 1977–1984: Ein überlastetes System und sein Umbau 53
    Ein »Riesenschock«: Mord an Buback und Ponto 53
    Schleyer: »Eindeutig versagt«? 56
    »Überlastet«: Fehlende Regeln und improvisierter Ausbau 61
    Rationalisierung und Neukonzeption 70
    Weiter im Schatten der Terrorismusbekämpfung 72
    Dritte Phase 1985–1993: Überraschungen und Ratlosigkeit 74
    Beckurts: Das Entdecken der Wirtschaft 74
    Herrhausen und die Ohnmacht der Sicherheitsexperten 78
    Die »zweite Reihe«: von Braunmühl, Tietmeyer und Neusel 82
    Rohwedder: Ein letzter Schlag im Schatten der Einheit 84

    3. Kapitel
    Personenschutz zwischen Emotion und Statussymbol 89
    Emotionalität im Personenschutz 89
    Gesellschaftliches Klima und diffuse Bedrohung 89
    »Dringliche Bitte« um Schutz 92
    Personenschutz auf Lebenszeit 96
    Exkurs: Wirtschaft und private Sicherheitsbranche 100
    Personenschutz in der Wirtschaft 100
    Der Boom der privaten Sicherheitsbranche 104
    »Statussymbol oder Notwendigkeit?« 109
    Wahrnehmung in der Öffentlichkeit 109
    Serviceleistung und Prestigeobjekt 111
    Personenschutz als innerelitäres Distinktionsmerkmal: Ein Deutungsversuch 115

    4. Kapitel
    Personenschutz und Terrorismus als Erinnerungsg eschichte 121
    Das Generieren von Erinnerung 121
    Hans-Ludwig und Christel Zachert: Personenschutz als Teil des Lebens 126
    Gerhart Baum und Tochter Julia: Personenschutz und Prominenz 128
    Eberhard Foth: Im Dienste der Justiz 131
    Das Ehepaar Vogel: Personenschutz als Notwendigkeit 133
    Familie Meier: Personenschutz in der Familiengeschichte 135

    5. Kapitel
    Bewegen in privaten und öffentlichen Räumen 139
    Verschobene Grenzen der Privatsphäre unter Personenschutz 139
    Überlegungen zu Privatheit 139
    Außen: Bewegen im öffentlichen Raum 143
    Halb-Außen: Herausforderungen im sozialen Umfeld 150
    Halb-Innen: Urlaub mit der Familie 155
    Innen: Verlust an Spontaneität und Intimität 160
    Die Kondensierung zu einem neuen Sphärenmodell 169
    Die eingeschränkte Privatheit der Lebenspartner und Kinder 172
    Innerfamiliäre Strukturen und Beziehungen 172
    Die Situation der Lebenspartner 175
    »Räuber und Gendarm« oder der Verlust der Kindheit? 180
    Im Sicherheitskokon: Räume erleben und empfinden 186
    Bewegen in Sicherheitsräumen 187
    Kindheit in der »Hochburg« 192
    Privat oder sicher: Neue Wahrnehmung von Räumen 195

    6. Kapitel
    Der subjektive Umgang mit Bedrohung 199
    Erinnerungen an die erlebte Bedrohung 199
    »Wir werden Sie hinrichten«: Entstehen von Unsicherheit, Angst und Stress 199
    Helmut Schmidt: Analogie zur Kriegserfahrung 205
    Christel Zachert: Aktive Auseinandersetzung mit der Bedrohung 209
    Horst Herold: Bedrohung in der Lebensbilanz 212
    Antje Huber: »Wegschieben, so lange man kann« 215
    Hans Tietmeyer: Bedeutungslosigkeit eines überlebten Attentats 218
    Richard Meier: Persönliche Einschränkungen im Sicherheitskokon 222
    Die Kinder und ihr Erleben von Bedrohung 224
    Handeln unter Bedrohung 229
    Entwurf eines emotionalen Habitus der damaligen staatlichen Elite 232
    Individuelle Verarbeitungsmechanismen 232
    Der Einfluss von Kriegserfahrung auf das Sicherheitsempfinden 239
    Das Leitbild Männlichkeit im Umgang mit Bedrohung 242
    Rationalität und Souveränität als Berufsethos und Handlungsgrundlage 244
    Der emotionale Habitus im Umgang mit Bedrohung und Privatheit 248

    Schlussbetrachtung 253
    Danksagung 263
    Appendix – Die Grundlagen der Arbeit: Zum Umgang mit Oral History 265
    Anmerkungen 273
    Abkürzungen 329
    Quellen und Literatur 333
    Personenregister 365