Moravagine
Die Andere Bibliothek Band 352

Moravagine

Monsterroman

Buch (Gebundene Ausgabe)

€39,90

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

'Moravagine' ist ein faszinierend beunruhigendes Werk und führt ins Zentrum der künstlerischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Aber 'Moravagine' ist auch immer noch, 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, ein eher verborgenes Buch.

Dieser Krieg ist noch nicht vorbei, als 1917 Cendrars in einem Brief an Jean Cocteau seinen Plan annonciert: 'Ich sage Dir, ein Monster.' Und was zeitgemäß 'Das Ende der Welt' heißen sollte, erscheint endlich 1926 als 'Moravagine': Es ist der Name eines Amokläufers, eines Triebwesens, in dessen Name sich der Tod (la mort) und das Gebärende (le vagin) zwittrig vereinen. Moravagine, mehr Phänomen denn Person, ist ein Nomade seiner Wunschtriebe, eine Figur des Bösen, die die Ausschweifungen des Wahnsinns lebt, ein an der Sinnlosigkeit Verzweifelnder.

Moravagine, so heißt der ungarische Adlige, der mit Unterstützung eines Arztes, des Erzählers Raymond, das Sanatorium Waldensee verlässt und mit ihm auf eine zehnjährige Reise geht: über Berlin in den russischen Revolutionsterrorismus, mit dem Schiff nach New York und weiter auf Goldsuche bis zu den Indianern, eine Flucht zum südamerikanischen Orinoko und zurück nach Paris, zu einem Flug um die Welt und in den Morphinismus.

Wir kennen von Blaise Cendrars (1887-1961) Gedichte, Romane und Erinnerungen, Filmszenarios, Reportagen und Essays. Geprägt vom Ersten Weltkrieg und der eigenen Verletzung - der in Paris lebende Westschweizer Blaise Cendrars meldete sich 1914 als Freiwilliger bei der französischen Fremdenlegion -, ist Blaise Cendrars' 'Moravagine' eine literarische Selbsterkundung, in der Leben und Literatur sich nicht mehr trennen lassen.

Stefan Zweifel (*1967) lebt als Journalist, Übersetzer, Kurator und Moderator in Zürich. Bekannt wurde er durch seine Neuübersetzung von de Sades Hauptwerken. 2009 Auszeichnung mit dem Berliner Preis für Literaturkritik, 2011 Zuger Übersetzerpreis. In der Anderen Bibliothek erschien als Band 329 'Locus Solus' von Raymond Roussel in Stefan Zweifels revidierter Übersetzung.

Stefan Zweifel, geboren 1967, lebt als Journalist, Übersetzer, Kurator und Moderator in Zürich. Bekannt wurde er durch seine Neuübersetzung von de Sades Hauptwerken. Für seine Arbeiten wurde er bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Blaise Cendrars, geboren 1887 als Frédéric Louis Sauser in La Chaux-de-Fonds. Mit sechzehn lief er von zu Hause weg und kam nach längeren Reisen durch Russland, die Mandschurei und China 1910 erstmals nach Paris. Freundschaft u.a. mit Apollinaire, Chagall, Robert und Sonia Delaunay, Léger, Modigliani. Spätere Reisen führten den Schriftsteller u.a. nach Rom (1921), Brasilien (1924-1928) und Spanien (1931). Ab 1950 lebte Cendrars in Paris, wo er 1961 starb. Sein Gesamtwerk umfasst rund vierzig Bände.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.05.2014

Verlag

AB - Die Andere Bibliothek

Seitenzahl

340

Maße (L/B/H)

22,4/12,8/3,5 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.05.2014

Verlag

AB - Die Andere Bibliothek

Seitenzahl

340

Maße (L/B/H)

22,4/12,8/3,5 cm

Gewicht

662 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8477-0352-5

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Marie-Therese Reisenauer

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4/5

Beunruhigend Irre

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Cendrars selbst bezeichnete diesen Roman gegenüber Jean Cocteau als "Monster von Roman". Bitte, als Autor muss er es ja selber am besten wissen. Die Beschreibung ist charakteristisch, die Buchgestaltung prächtig, das Grauen garantiert. Die Geschichte des ungarischen Arztes, dessen Name sich aus "Tod" und "Gebärende" zusammensetzt, welcher mit seinem Freund zu einer zehnjährigen Weltreise aufbricht hat es in sich. Da kann dann schon mal ein Gefühl von Verstörung aufkommen.
4/5

Beunruhigend Irre

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Cendrars selbst bezeichnete diesen Roman gegenüber Jean Cocteau als "Monster von Roman". Bitte, als Autor muss er es ja selber am besten wissen. Die Beschreibung ist charakteristisch, die Buchgestaltung prächtig, das Grauen garantiert. Die Geschichte des ungarischen Arztes, dessen Name sich aus "Tod" und "Gebärende" zusammensetzt, welcher mit seinem Freund zu einer zehnjährigen Weltreise aufbricht hat es in sich. Da kann dann schon mal ein Gefühl von Verstörung aufkommen.

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