'Meine Beziehung zur Welt ist das Essen' Untersuchungen des Hungermotivs anhand der Romane ,Der Funke Leben' und ,Atemschaukel'
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
07.11.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
12 (Printausgabe)
Dateigröße
111 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656049197
umzugehen. So auch der 1889 in Osnabrück geborene Schriftsteller Erich Maria Remarque, der nach eigenen Angaben1 ein Gedenken an persönliche Opfer des Nationalsozialismus setzen wollte, und seinen 1952 zum ersten Mal erschienenen Roman 'Der Funke Leben' seiner vom Volksgerichtshof hingerichteten Schwester Elfriede Scholz widmete.
Der Roman erzählt die Geschichte der Insassen und Wächter des fiktiven Konzentrationslagers Mellern in den letzten Tagen des Kriegs. Die nahe liegende Stadt wird von alliierten Fliegern angegriffen, und in Häftling Nr. 509, dem Protagonisten des Romans, keimt neue Hoffnung, ein Funke Leben auf. Der Widerstand im Lager erwacht, die Insassen, obwohl
kaum mehr als wandelnde Skelette, organisieren, schmuggeln und verstecken, stetig bewacht von SS-Männern, die das Unvermeidliche Ende des Kriegs verleugnen.
Kritik wurde vielfach laut, als der Roman in deutscher Sprache erschien, denn Erfahrungen aus dem Konzentrationslagern konnten unmöglich in einem Roman verarbeitet werden, dies würde die Opfer entehren. Zu vermuten ist, dass die Wunden in den frühen fünfziger Jahren noch zu frisch waren, sowohl auf Opfer, als auch auf Täterseite, um distanziert mit dem Thema
umgehen und eine fiktionale Umsetzung dieses brisanten Themas akzeptieren zu können.
Der Roman 'Atemschaukel' der 1953 in Nitzkydorf/Rumänien geborenen Schriftstellerin Herta Müller hingegen wurde hoch gelobt. Sie erzählt die Geschichte des siebzehnjährigen Leopold Auerberg, der kurz vor Kriegsende von einer Patrouille mit zahllosen anderen Menschen zwischen
siebzehn und fünfundvierzig Jahren zum Arbeitseinsatz in ein russisches Lager verschleppt und dort fünf Jahre interniert wurde. Sie berichtet von Entbehrung, harter Zwangsarbeit und Einsamkeit, die den jungen Mann für immer verändern.
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