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Band 30533

Der Ego-Tunnel Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.01.2014

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

464

Maße (B/H)

12/18,7 cm

Gewicht

331 g

Farbe

Cool Grey / Aubergine

Auflage

9. Auflage

Originaltitel

The Ego Tunnel

Übersetzt von

Thomas Metzinger + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-30533-4

Beschreibung

Rezension

»Es dürfte in den letzten Jahren kaum ein Buch eines deutschen Philosophen gegeben haben, das auch international so viel diskutiert wie dieses. Thomas Metzingers ›Der Ego Tunnel‹ beinhaltet eine Menge Sprengstoff. In Sachen Bewusstseinsforschung ein Muss – und ein Vergnügen, es zu lesen!« ("3sat")
»Phänomenal.« ("Philosophie Magazin, April/Mai 2014")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.01.2014

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

464

Maße (B/H)

12/18,7 cm

Gewicht

331 g

Farbe

Cool Grey / Aubergine

Auflage

9. Auflage

Originaltitel

The Ego Tunnel

Übersetzt von

  • Thomas Metzinger
  • Thorsten Schmidt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-30533-4

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

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  • Raumzeitreisender

    aus Ahaus

    5/5

    12.07.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Bewusstseinsrevolution Thomas…

    Bewusstseinsrevolution Thomas Metzinger, weltweit anerkannter Philosoph des Geistes, vertritt die These, dass das erlebte Ich von unserem Gehirn erzeugt wird, und dass das, was wir wahrnehmen, nur ein virtuelles Selbst in einer virtuellen Realität ist. Führen die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung nach den Lehren von Kopernikus (Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums), Darwin (Der Mensch entstammt dem Tierreich) und Freud (Das Ich ist nicht Herr im eigenen Haus) zu einer weiteren Kränkung der Menschheit? Nach Metzinger besitzt der Mensch ein bewusstes Modell seines Organismus als Ganzem, ein so genanntes phänomenales Selbstmodell. Dieses wird vom Gehirn aktiviert und erlaubt einem biologischen Organismus, sich selbst bewusst als Ganzheit zu begreifen. Der Inhalt des phänomenalen Selbstmodells ist das Ego. Für das bewusste Erleben verwendet Metzinger den Begriff Ego-Tunnel. Unser bewusstes Leben bewegt sich im Ego-Tunnel. Das Konzept des Ego-Tunnels basiert auf dem älteren Begriff des Realitätstunnels von Robert Anton Wilson, ist mit diesem aber nicht identisch. Für Metzinger ist der kontinuierlich ablaufende Vorgang des bewussten Erlebens ein Tunnel durch die Wirklichkeit. Unser Gehirn erzeugt eine Simulation der Welt, die so perfekt ist, dass wir sie nicht als Bild in unserem Gehirn erkennen können. Anschließend generiert es ein inneres Bild von uns selbst als einer Ganzheit, das phänomenale Selbstmodell. Dieses Bild umfasst nicht nur unseren Körper und unsere mentalen Zustände, sondern auch unsere Beziehung zu Vergangenheit und Zukunft sowie zu anderen Menschen. Durch die Einbettung des Selbstmodells in das Weltmodell wird ein Zentrum geschaffen, das Selbst oder Ego. Letztlich ist subjektives Erleben, eine spezifische Weise der Präsentation von Informationen über die Welt. Das deutliche und stabile Erleben, nicht in einem Tunnel zu sein, sondern tatsächlich und unmittelbar in Verbindung mit der äußeren Wirklichkeit zu stehen, ist eines der bemerkenswertesten Charakteristika des menschlichen Bewusstseins. Metzinger arbeitet intensiv mit empirisch arbeitenden Wissenschaftlern zusammen. Seine dargestellten Experimente sind sehr anschaulich und überzeugen. Er entmystifiziert außerkörperliche Erfahrungen, beschäftigt sich mit luziden Träumen und erläutert die Bedeutung der Spiegelneuronen für die kulturelle Entwicklung der Menschheit. Ob künstliche Ego-Maschinen jemals realisiert werden, mag dahin gestellt bleiben. Metzinger behandelt dieses Thema im Hinblick auf die damit verbundenen ethischen Fragen. Auflockernd wirkt in diesem Zusammenhang die fiktive Unterhaltung mit dem ersten postbiotischen Philosophen. In sein Buch lässt Metzinger Interviews mit Wolf Singer (Prof. für Neurophysiologie), Allan Hobson (Prof. für Psychiatrie) und Vittorio Gallese (Prof. für Humanphysiologie) einfließen. Neben fachspezifischen Fragen ist es ihm ein Anliegen, sie zu ihren Erwartungen an die Geisteswissenschaften zu befragen. Das Subjektive wird immer mehr Gegenstand empirischer Wissenschaften. Thomas Metzinger hat zu diesem Thema ein anschauliches und lesenswertes Buch geschrieben. Man darf gespannt sein auf die weitere Entwicklung.

  • Samuel T.

    5/5

    06.01.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Revolutinär

    Dieses Buch ist ein Geniestreich. Die Sprache ist nicht leicht, aber gut verständlich. Die enthaltenen Informationen aus der neusten Bewusstseinsforschung zwingen den Leser entweder sein veraltetes, auf altreligiösen Bildern abgestützes Menschen- und Weltbild abzulegen oder er wird das Buch weglegen müssen. Es werden die grundlegenden Probleme für eine Theorie des Bewusstseins vorgestellt, einige elementare Bedingungen für ein Ich-Gefühl ermittelt und wesentliche ethische Fragen aufgemacht, die der Klärung bedürfen, wenn wir mit den neusten technologischen Errungenschaften, die durch die Bewusstseinsforschung ermöglicht werden, nicht in die vollkommene Überforderung geraten wollen. Intellektuelle Redlichkeit ist die Grundeigenschaft, die benötigt wird, um dieses Buch zu verkraften. Die meisten Inhalte sind nämlich absolut contraintuitiv und rütteln nicht nur am narzistischen Menschenbild, das sich viele Leute gleich einem modrigen Gespensterschiff bis heute bewahrt haben, sondern versenkt dieses gänzlich in den Tiefen des Ozeans der Rationalität und der Neurowissenschaften.

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    5/5

    14.08.2022

    eBook (ePUB)

    Auf der Suche nach dem "Ich"

    Wenn die Philosophie und die Hirnforschung (Neurophysiologie) eng zusammen arbeiten, ergibt das ein Buch, das interessant, erhellend und „aufklärerisch“ ist: Man lernt sich selber besser kennen bzw. steht plötzlich vor der spannenden Interpretation, dass man nicht ein „Ich“ hat, sondern mehrere. 
Das Bild des „Tunnels“ hat mich aber nicht überzeugt. Ich verstehe die Idee dahinter: Es geht darum, zu verhindern, im „Selbst“ oder im Ego eine Art Substanz zu suchen. Aber mir scheint, dass „Tunnel“ dann wieder andere Fragen aufwirft, statt zu klären. Anyway: In der Philosophie des Geistes haben wir es hier mit einem Buch zu tun, das an der Spitze der Forschung mitdenkt. Sehr empfehlenswerte Lektüre!

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