Blutiger Raps Ein Staatsschutzroman aus Mecklenburg-Vorpommern
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
23.09.2013
Verlag
Edition DigitalSeitenzahl
430 (Printausgabe)
Dateigröße
554 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783863943509
So schmieden die Rechten einen Plan, mit dem sie die Oberhand gewinnen wollen, wie Dolph, ihr Anführer, den Mitgliedern seines "Generalstabs" erläutert:
"Also Folgendes ist mir für die nächsten Wochen wichtig: Zunächst gilt es, den Zecken aus der Altstadt ihre Grenzen aufzuzeigen. Ich mache sie verantwortlich für die Graffitischmierereien. Diese Sauerei verschandelt unsere Stadt, schreckt Touristen ab und die Beseitigung kostet die betroffenen Volksgenossen richtig Geld. Die Polizei hat zwar eine Sonderkommission eingerichtet, was uns aber nicht stören sollte. Die kommen sowieso nicht aus dem Knick, und wenn sie einen erwischt haben, lassen sie ihn wieder laufen. Der steht dann in der nächsten Nacht wieder mit seiner Sprühdose in der Stadt und beschmiert Hauswände. Da setzen wir mit einer speziellen Kampfgruppe an, wobei die Volksgenossen durchaus merken sollen, wer hier für Ordnung in der Stadt sorgt. Wie die Lösung der Aufgabe durchgeführt wird, überlasse ich dem verantwortlichen Gruppenführer. Ich könnte mir vorstellen, dass wir bei denen ansetzen, die wir im Verdacht haben. Erwischen wir einen, wird er mit der Farbe angemalt, mit der er die Wand beschmiert hat. Aber es gibt sicher auch andere Möglichkeiten." Zwei weitere Kampfgruppen sollen sich nach dem Plan des Nazis um die Assis und um das ausländische Gesockse kümmern, eine vierte um gefährliche Kriminelle. Und die wird auch Verbindungen zur russischen Mafia feststellen, wie später noch spektakulär bewiesen wird. Und der Raps wird tatsächlich blutig ...
Auch die Linken planen etwas: "Ja", meinte Reini, "bunte Verzierungen haben was. Da kann ich dir folgen. Das macht auch bestimmt Spaß. Zwar weniger bei den Hausbesitzern, aber zumindest bei dir. Du solltest aber nicht nur einfach schmieren oder scratchen. Den Kick hast du auch, wenn du die Malings mit politischen Aussagen verbindest. Nazis raus oder Freiheit für Palästina oder Für eine Gesellschaft ohne Knäste. Da hättest nicht nur du den Spaß, sondern wir auch und wir hätten eine gesellschaftspolitische Aussage gemacht."
"Und die Nazis gleich im Nacken", warf Timo ein und ergänzte: "Außerdem wissen die Bullen gleich, wen sie als Urheber unter Wind nehmen müssen."
"Ach was", entgegnete Reini unwirsch, "das müssen sie doch erst einmal beweisen. Vermuten können sie viel."
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