Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.01.2013
Verlag
Regenbrecht Verlag UGSeitenzahl
188 (Printausgabe)
Dateigröße
143 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783943889253
So aber hält der 1920 erstmals veröffentlichte Roman über die Anfänge der deutschen Filmindustrie die Mitte: Keine Schicksale sind hier zu betrauern, nie gleiten Szenen ins Weinerliche ab, wie in den besten Komödien Ernst Lubitschs oder Billy Wilders dürfen die Menschen hier Menschen sein, mit allen Komplikationen. Sie machen Fehler, sie lernen aus ihren Fehlern und gleichsam nebenbei ereignet sich beste Unterhaltung: genau beobachtet, geschickt komponiert, mit einem freilich etwas pausbäckigen Happy-End - das hat nicht erst Hollywood erfunden.
Nach der Erzählung "Das Glashaus" (1917) ist es der zweite Roman, den Edmund Edel - Tausendsassa des Kinos, der Reklame und des gehobenen Unterhaltungsromans - "seiner" Filmbranche widmet. Der deutsch-jüdische Medienpionier weiß, wovon er spricht: An über vierzig Filmen hat er mitgewirkt, hat Drehbücher geschrieben, Komparsen betreut, selbst Regie geführt, zu einer Zeit, als die Bilder das Laufen gerade einmal erlernt hatten, an Gesprochenes noch nicht zu denken war. Keine geringere als die Stummfilmdiva Asta Nielsen drehte 1916 unter ihm "Die Börsenkönigin", einer von acht Filmen, bei denen Edel Regie geführt hat.
Der Autor hat sich in dem Buch ein Denkmal gesetzt: Nicht allein in seiner kaltschnäuzigen Schilderung der damaligen Filmindustrie, der Finanzierungsnöte, Suche nach Drehorten, geeigneten Vorlagen und neuen, unverbrauchten Gesichtern - das ist wohl heute in dieser schnelllebigen Branche nicht anders. Sein Alter Ego, der Regisseur Poldi Pold, laviert vielmehr zwischen allen Stühlen. Und gewinnt dem weitverzweigten Produktionschaos schließlich Greifbares ab: "Man arbeitet an der großen Maschine, die die Filmindustrie in Bewegung setzte, in dem man an dem Räderwerk mit drehte und es fleißig mit Schmieröl versorgte", so hat das 1926 rückblickend Edmund Edel selbst benannt. Ein Must für Cineasten - ein Schmankerl für Normalsterbliche! Wir freuen uns - nach fast hundertjähriger Vergessenheit - den Roman aufs neue im Elektrischen Verlag zu präsentieren.
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