Andreas Salcher, Österreichs härtester Schulkritiker, hat zwei Bücher in eines verpackt: In "Nie mehr Schule" deckt er die Missstände in den österreichischen Bildungsanstalten kompromisslos auf und macht betroffen. Ein krankes System vernichtet die Talente von Schülern und treibt Lehrer in die Resignation. Die Eltern werden als Nachhilfelehrer zwangsverpflichtet, machtverliebte Lehrergewerkschafter und ängstliche Politiker ersticken seit 30 Jahren jeden Reformversuch. Dabei wüssten sie genau, wie gute Schulen funktionieren. Wider besseres Wissen werden Kinder ihrer Lebenschancen beraubt. Andreas Salcher entlarvt die Täter und die Mitläufer, die unsere Schulen im pädagogischen Mittelalter einmauern wollen. Im zweiten Buch, "Immer mehr Freude", zeigt er den Weg der Therapie und Heilung. Schulen können Orte sein, an denen Kinder sich wohlfühlen und mit Freude und Neugier lernen. Dort gibt es Lehrer, die nichts von ihren Schülern erwarten, sie trauen ihnen einfach alles zu. In der lebendigen Schule werden Kinder berührt und nicht perfektioniert - damit sie ihre Welt jeden Tag ein bisschen besser verstehen können. "Immer mehr Freude" zeigt, wo es die lebendigen Schulen schon gibt. Jedes Kind hat ein Recht darauf, sie zu besuchen. Jetzt - und nicht erst in zehn, zwanzig Jahren.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Melanie Achleitner
aus Bürs
5/5
15.11.2012
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine ungemütliche Wahrheit
"Nie mehr Schule - Immer mehr Freude" ist mein erstes Buch von Andreas Salcher, aber mit Sicherheit nicht mein Letztes! Schmerzlich mit welcher Präzision er die Mißstände in den österreichischen Schulen aufzeigt. Und es werden keineswegs die Lehrer als Alleinschuldige dargestellt, sondern das gesamte Schulsystem. Als Mutter zweier Schulkinder ist die erste Hälfe des Buches einfach nur deprimierend und ich fühlte mich danach sehr hilflos. Aber genauso aufbauend und hoffnungsvoll ist die zweite Hälfte. Wenn die Wahrheit sich durchsetzt gibt es bald keine "toten" Schulen mehr und Kinder, Lehrer und Eltern werden nicht länger an sich selbst zweifeln, sondern mit Freude lernen, wie es in so vielen finnischen, schwedischen, japanischen oder neuseeländischen Schulen heute schon möglich ist!
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