Klaviermusik klingt durch die Nacht - doch der Platz am Fügel ist leer, die 'Liebesträume' erklingen vom Tonband. Warum? Wo ist Hartwig Schramm, der täglich gewissenhaft die 'Liebesträume' übt? Das fragt sich Hauptkommissar Ingo Schell, der den Mord an Hartwigs Frau zu untersuchen hat, und das fragt sich auch seine Frau Romy, die gerade eine Privat-Detektei eröffnete: 'Romy Schell - diskret und schnell!'. Wagemutig mischt sie sich in die polizeilichen Ermittlungen ein, natürlich gegen den Wunsch ihres Mannes, aber unterstützt von dem attraktiven Rechtsanwalt Maximilian Schneider. Und ihre Untersuchungen bringen ein unglaubliches Geheimnis an den Tag ...
Inhalt: Romy Schell diskret und schnell: Ein Werbespruch ist für Jungunternehmerin Romy schnell gefunden, doch ihre Anfänge als neue Münsteraner Privatdetektivin sind etwas holprig. Wohl auch, weil sie sich gerne von ihren Kindern mit Matula vergleichen lässt und ihr ehebrecherischer Mann Ingo (seines Zeichens Kommissar bei der Kripo) ständig belustigt die Augenbrauen hochzieht. Doch der Rechtsanwalt, der ihr das Erbe von Tante Almut ausgehändigt hat und gar nicht mal so schlecht aussieht, zeigt sich als ihr neuer Verbündeter in dem Mordfall um Romys beste Freundin Nadja Schramm
Schreib-/Erzählstil: Das Geniale bei Pauly und ihrer Geschichte rund um Romy Schell sind die Charaktere, die alle eine bestimmte Rolle einnehmen und sich gerne mit den Geschehnissen verflechten. Romy selber als Hauptprotagonistin ist oft eins: Ratlos, aber nie untätig. Das bereitet dem Leser viel Freude und er verfolgt gebannt, was der Privatdetektivin als nächstes einfallen wird. In dem nicht zu langen, nicht zu kurzen Krimi kommt viel Stil seitens der Autorin heraus. In ihren Sätzen versteht sie es, dem Leser die Situationen und Gefühle der Charaktere so eingehend zu schildern, dass Metaphern und Wörter fallen, die eine wunderbare Symbiose ergeben.
Meine Meinung: Herrlich! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, ohne zuviel von der ausgefeilten und durchdachten Geschichte zu verraten.
Zuerst möchte ich gerne erwähnen, dass Pauly mit Leib und Seele Münsteranerin ist. Ihre Protagonistin lässt sie im Kreuzviertel wohnen, Nadja Schramm hat ein Modestübchen auf der Warendorfer Straße, die von Geschäften auch real gesäumt ist. Hier, auf einer Straße, die aus der Innenstadt herausführt, pulsiert das Leben für Selbständige und Jungunternehmer. Ich fühlte mich bei Pauly gut aufgehoben, da auch ich Münster liebe und mir auch keine andere Heimat(stadt) vorstellen kann.
Pauly ist es gelungen, mich für die Detektivgeschichte zu begeistern. Sie muss sich auch nicht im Hinblick auf Kehrer und seine Bücher schämen. Ganz im Gegenteil! Sie ist viel besser und hat mir das gegeben, was ich bei Kehrer vergeblich gesucht hatte. Damals habe ich ihm eine Chance mit Tod eines Professors gegeben, was mich überhaupt nicht einfangen und begeistern konnte. Zwar ist Paulys Geschichte am Ende etwas durchschaubar und konstruiert, aber die Charaktere sind so toll, so einmalig, dass sie das hiermit wieder wettmacht.
Fazit: Ich bin nun Pauly-süchtig. Was kann ich also tun? Ich denke, ich muss mich in die nächste Buchhandlung begeben und mich mit Romy-Schell-Stoff versorgen, da mir dieser Auftakt soviel Spaß gemacht hat, dass ich mehr wissen möchte. Kleiner Tipp am Rande: Auch ihre Insel-Romane sind klasse! Reif für die Insel ist ein super Schmöker, der einen den Sand zwischen den Zehen spüren lässt. Auch mehr von Frau Schell, Frau Pauly!!!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.