Hartmann von Aue: ,Gregorius, der gute Sünder' Eine Untersuchung der zweigeteilten Handlungsstruktur und deren Einfluss auf eine Gattungszugehörigkeit
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.04.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
16 (Printausgabe)
Dateigröße
170 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640583447
Erst seit jüngster Zeit gestaltet sich mit den ebenso fortschreitenden Geschichts-, Kultur- und Sozialwissenschaften eine interdisziplinäre Forschung aus, die den Kenntnisstand enorm zu bereichern vermag und ein breites Spektrum aufarbeiten will. In dieses Anliegen reiht sich auch die Hartmann-Forschung ein, die dessen dichterischen Verdienst längst erkannt, aber bislang unzureichend gewürdigt hat. Noch in den 1970ern ist für Hugo Kuhn ist Hartmann von Aue sogar "der am meisten vernachlässigte unter den Dichtern unserer mittelhochdeutschen Blüte um 1200". Obwohl von ihm als Dichter nur wenig bekannt ist, verdankt ihm die Altgermanistik die Übertragung der literarischen höfischen Welt Chrétien de Troyes' in die deutsche Sprache.
So dienten dessen altfranzösische Werke Hartmann nicht nur für seine arturischen Epen ,Erec' und ,Iwein' als Vorlage, sondern auch für die legendenhafte Erzählung ,Gregorius'.
Gerade der offensichtlich widersprüchliche Untertitel ,der gute Sünder' deutet an, dass es sich dabei nicht alleinig um eine religiöse Charakteristik handelt. Stattdessen findet sich in dieser Erzählung Hartmanns eine bemerkenswerte Symbiose der weltlichen und geistlichen Daseinsform, die der Dichter nicht nur inhaltlich, sondern auch strukturell einzugehen versucht. Thema dieser Arbeit bildet die zweiteilige Handlungsstruktur des ,Gregorius', die auf ihre Rolle in der Deutung des Werkes hin untersucht werden soll. Ein solches Anliegen macht es notwendig, noch im Vorfeld die Deutungsproblematik zu beleuchten und zwei Ansätze zu thematisieren, die für eine Deutung des Gregorius grundlegend sind. Beide Interpretationsblickwinkel, das biblische ,Zwei-Wege'-Motiv und das ,Doppelweg'-Schema, das an das Konzept des höfischen Romans angelehnt ist, finden im Anschluss eine nähere Betrachtung. In einem indirekten Vergleich sollen beide Modelle auf ihre Plausibilität und ihre Anwendbarkeit für eine Deutung geprüft werden.
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