Über die Symbolik der räumlichen Isolation des Menschen in der modernen Literatur Untersucht anhand: Franz Kafkas "Die Verwandlung", Thomas Bernhards "Der Kulterer", Patrick Süskinds "Die Taube"
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Sprache:Deutsch
18,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
03.11.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
47 (Printausgabe)
Dateigröße
288 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640740024
Schon die Wahl des Schauplatzes verdeutlicht dabei einen Zusammenhang zwischen dem inneren Erleben des Protagonisten und der Außenwelt. Jeder Raum vergegenwärtigt die darin lebende Person und offenbart nicht selten die Beziehung des Bewohners zur Welt. Insofern wird der Raum zum "Symbol" und dient (in dem hier betrachteten Zusammenhang) als bildhaftes Zeichen der Veranschaulichung eines Lebensstils, der von Unsicherheit und Ungeborgensein geprägt ist. Der Raum bleibt dabei nicht nur Lebensraum, sondern nimmt weitere Bedeutungsebenen und Konnotationen an, wie beispielsweise "Zufluchtort", "Gefängnis", "Schneckenhaus" oder "Kontemplationsort".
In Bezug auf die drei, beispielhaft gewählten Prosastücke von Autoren des 20. Jahrhundert (Kafka, Bernhard, Süskind) drängen sich
dabei folgende Behauptungen auf:
These 1: Die räumliche Isolation ist eine mögliche Reaktion des Individuums auf die gesellschaftlichen Gegebenheiten.
These 2: Die gesellschaftlichen Isolationen der Menschen liegen häufig in existenziellen Ängsten begründet.
These 3: Die existenzielle Angst des Protagonisten aus "Die Verwandlung", Gregor Samsa, ist die Angst vor der Ich-Aufgabe.
These 4: Die existenzielle Angst des Protagonisten aus "Der Kulterer", Franz Kulterer, ist die Angst vor der Ich-Werdung.
These 5: Die existenzielle Angst des Protagonisten aus "Die Taube", Jonathan Noel, ist die Angst vor der Veränderung.
Diese fünf Thesen sollen nachfolgend untersucht werden. Aufgrund der vielschichtigen Kausalitäten wird zusätzlich Literatur zum Thema Verhaltenspsychologie und Soziologie herangezogen, um anhand dieser Parallelen und Zuordnungen festzuhalten, welche auf eine Be- oder Widerlegung der Thesen deuten.
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