Der Grundlagenvertrag 1972 als Ergebnis eines diplomatischen Prozesses - Eine Analyse der Vorbereitung und Umsetzung unter diplomatischen Aspekten
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
28.10.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
35 (Printausgabe)
Dateigröße
578 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638226929
Michael Kohl für die Deutsche Demokratische Republik den Grundlagenvertrag. Hinter Bahr und
Kohl, die auch als Unterhändler den Vertrag aushandelten, lag eine Zeit schwieriger Verhandlungen,
in der jede Seite versuchte, möglichst viel der eigenen Interessen und Forderungen in den
Vertrag einzubringen. Bei den Verhandlungen zeigte sich, daß man sich in vielen wichtigen Fragen
wegen zu großer Differenzen nicht einigen konnte. Beispielsweise war die DDR nicht bereit,
die Worte "Einheit der Nation" und "Wiedervereinigung" in den Vertrag aufzunehmen, während
aus Sicht der Bundesrepublik, der Weg zu einem einheitlichen deutschen Staat ausdrücklich offengehalten
werden mußte. Wie konnte nun trotz großer Auffassungsunterschiede zu verschiedenen
Fragen ein Vertrag "über die Grundlagen der Beziehungen" zwischen den beiden deutschen
Staaten erreicht werden? Inwiefern war es durch Diplomatie möglich, trotz der geschilderten Differenzen,
zu einem erfolgreichen Vertragsabschluß zu gelangen? Was ist die Kunst der Diplomatie
bzw. die Kunst der Unterhandlung und welche Rolle spielt sie für den Grundlagenvertrag?
Um den Grundlagenvertrag unter diplomatischen Aspekten analysieren zu können, muß zunächst
geklärt werden, was unter Diplomatie überhaupt zu verstehen ist und was es heißt diplomatisch
tätig zu sein. Dazu werden zu Anfang die Besonderheiten und die Aufgaben von Diplomatie
beleuchtet, bevor dann kurz auf die ihr eigene Sprache eingegangen wird. Ebenfalls sollen
aus Sicht der damaligen sozialliberalen Bundesregierung die konzeptionellen Grundlagen der
Ostvertragspolitik näher erläutert werden, da diese sozusagen das diplomatische Handeln ihrer
Repräsentanten vorgaben und indirekt beeinflußten. Bevor schließlich auf den Grundlagenvertragstext
als diplomatisches Dokument eingegangen wird, werden dessen Vorbereitung und die
Verhandlungen zwischen Egon Bahr und Michael Kohl geschildert.
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