Figaro in Prag - Zu strukturellen und gesellschaftlichen Bedingungen der Mozart-Rezeption
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
29.04.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
22 (Printausgabe)
Dateigröße
158 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638372435
Heimat seiner Meisterjahre". Zu dieser schwärmerischen, auf Wolfgang Amadeus Mozart
bezogenen Geschichtsverzerrung des österreichischen Musikforschers Bernhard Paumgartner
bemerkt Wolfgang Hildesheimer in seiner maßgebenden, biographischen Mozart-Monographie:
"[Es] bleibt als Implikation, daß Mozart in Wien Erfüllung und Ruhepunkt fand. Wir können sie nur dahingehend berichtigen, daß bekanntlich das Gegenteil der Fall war". Anders als in Wien erreichte Mozart in Prag breite Popularität und Anerkennung. Besonders deutlich wird dieser gravierende Unterschied zwischen Wien und Prag in der Aufnahme Mozarts in der Figaro-Rezeption. Im Rahmen dieser Arbeit sollen daher anhand der Figaro-Rezeption Rückschlüsse auf die strukturellen und gesellschaftlichen Bedingungen der Mozart-Rezeption in Prag gezogen werden. Daher wird der Ansatz dieser Arbeit eher im weiteren Sinne
musikgeschichtlich ausgerichtet sein, um musiksoziologische und sozialgeschichtliche Aspekte zu integrieren. Nach einem wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Überblick folgt eine Analyse der Rezeptions- und Aufführungsbedingungen in Prag; es wird in diesem Kapitel von der Musikausbildung in Böhmen, von der italienischen Operntradition in Prag und vom Nostitz'schen Nationaltheater im politisch-sozialen Spannungsfeld die Rede sein. Danach schließt sich ein Kapitel über Mozart und Prag an, in dem seine Kontakte nach Prag,
die ersten Aufführungen des Figaro in Wien und Prag betrachtet werden und Mozarts erste Prag-
Reise Anfang 1787 betrachtet werden.
In einer abschließenden Betrachtung werden die Ergebnisse der vorangehenden Darlegungen
um strukturelle und öffentlichkeitstheoretische Überlegungen zu Mozart und der Prager
"Sonderkultur" ergänzt.
Als Hauptquellen werden die von Otto Erich Deutsch herausgegebenen Mozart-Dokumente,
die Mozart-Briefe, Charles Burneys "Tagebuch einer musikalischen Reise", das "Jahrbuch der Tonkunst von Wien und Prag" (1795) und Franz Xaver Niemetscheks Mozart-Biographie8
herangezogen.
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