Evolutionäre Psychologie
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.04.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
973 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638185509
dass sich die ersten Affen vor etwa 70-80 Millionen Jahren aus der Gruppe kreidezeitlicher
Insektenfresser abzweigten. Fossile Primatenfunde wurden aus der Zeit vor zirka 60
Millionen Jahren gefunden.
Die Überfamilie der Menschenartigen, Hominoidea, trennte sich vor rund 20
Millionen Jahren von der Überfamilie der Hundsaffen, Cercopithecoidea. Von den heute
lebenden Affen werden der Gibbon, Siamang, Orang-Utan, Gorilla, Schimpanse,
Zwergschimpanse und Mensch zur Überfamilie Hominoidea gezählt.
Über die genealogischen Beziehungen innerhalb dieser Überfamilie sind die
Auffassungen unterschiedlich: Die traditionelle Evolutionäre Taxonomie favorisiert (aufgrund
vorwiegend anatomisch-morphologischer Merkmale) die Zusammenfassung von Orang-Utan,
Gorilla, Schimpanse und Zwergschimpanse zur Familie der Pongidae, während der Mensch moderne Phylogenetische Systematik (vorwiegend aufgrund molekularer Merkmale) den
Menschen gemeinsam mit dem Schimpansen und dem Gorilla in die Unterfamilie der
Homininae, sodass als einziger Vertreter der Unterfamilie der Ponginae der Orang-Utan
verbleibt; Homininae und Ponginae werden schließlich zur Familie der Hominidae
zusammengefasst.
So bestehen also zwei Auffassungen darüber, was eigentlich "Hominiden" seien: In
der traditionellen Klassifikation handelt es sich dabei um eine Familie, in welcher lediglich
der Mensch und seine Vorfahren seit der Trennung von der Schimpansenlinie
zusammengefasst werden. Dagegen enthält diese Familie nach der modernen Klassifikation
auch die großen Menschenaffen.
Wenn im Folgenden dieser modernen Klassifikation der Vorzug gegeben wird,
geschieht dies aus zwei Gründen: Einerseits zeigt sich in den biologischen Wissenschaften ein
starker Trend zur Bevorzugung molekularer Verwandtschaftsbeziehungen gegenüber
morphologischen Strukturähnlichkeiten 1. Andererseits konnte gezeigt werden, dass zwischen
dem Menschen und dem Schimpansen eine engere genetische Verwandtschaft besteht als
zwischen dem Schimpansen und dem Gorilla - wodurch das Herausnehmen des Menschen
aus der Familie, in welche Schimpanse und Gorilla eingeordnet werden, unplausibel wurde.
1 Dies ist nicht nur als Mode zu verstehen, sondern beruht auch auf der besseren Erklärungs- und
Quantifizierungsfähigkeit molekulargenetischer Modelle gegenüber anatomisch-morphologischen.
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