Der Aulos Historische Entwicklung und Aufführungstechnik
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
07.12.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
28 (Printausgabe)
Dateigröße
1547 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638872225
(Athenaios, Deipnosophistai V, 189 b,c) Auf diese Weise erklärt Athenaios (um 200 nach Chr.) in seinem "Gelehrtenmahl" das Wort ,Aulos' (ä¿¿¿), und führt anschließend weitere Übersetzungsmöglichkeiten für ,Aulos' oder etymologisch sehr nah verwandte Wörter auf. So seien auch ,Hof', ,Abgrund', ,Höhle' und ,Palast' damit bezeichnet worden. Das Wort selbst ist indogermanischer Herkunft; ob die Indogermanen darunter jedoch schon ein Blasinstrument verstanden, oder aber damit einfach eine Röhre oder einen Hohlraum bezeichneten, hat sich bis heute noch nicht klären lassen. Man ist sich nicht einmal sicher, ob in der früheren Instrumentengeschichte ,Aulos' nicht nur als ein übergeordneter Sammelbegriff für Blasinstrumente fungierte.
Der Aulos war ein Instrument, das in der Regel paarig gespielt wurde. Das bedeutet, dass zwei unabhängige Röhren, in einem spitzen Winkel zueinander, gleichzeitig verwendet wurden, und dass der Aulet zwei Mundstücke zugleich bewältigen musste. Daraus geht auch die häufig gebrauchte Pluralform ,Auloi' hervor, die demnach nicht unbedingt mehrere Instrumentalisten voraussetzen muss.
Die Bohrung der Röhren war meist zylindrisch oder nur minimal konisch, wie es dem natürlichen Wachstum von Knochen, Schilfrohren oder Hölzern entspricht. Den ursprünglichen, einfachen Aulos beschreibt der griechische Schriftgelehrte Pollux (2. Hälfte des 2. Jh. nach Chr.) in seinem "Namenslexikon" derart exakt, dass man sich genaue Vorstellungen von diesem Instrument machen kann (Abbildung 1):
Bombyx (ß¿µß¿¿) bezeichnet die Röhre, in die die Trypemata (t¿¿p¿µata), die Grifflöcher, eingearbeitet sind. Zwischen Bombyx und dem Mundstück Zeugos (¿e¿¿¿¿), das manchmal auch nur durch das Teilstück Glotta (¿¿¿tta), die sogenannte Zunge, umschrieben wird, sitzen zwei eiförmige Zwischenstücke, Holmos (¿¿µ¿¿) und Hypholmion (¿f¿¿µ¿¿¿).
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