Journalistische Risikokommunikation in Frankreich und Deutschland Eine vergleichende Untersuchung der Presseberichterstattung anlässlich der neuen Influenza A (H1N1)/"Schweinegrippe"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
23.09.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
119 (Printausgabe)
Dateigröße
8734 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656013464
und französischen Qualitätszeitungen anlässlich der Risikodebatte zur neuen Influenza A
(H1N1). In den deutschen Medien wird diese Form der Influenza meist mit "Schweinegrippe"
oder "neue Influenza" bezeichnet, während in den französischen Medien vorwiegend die
Bezeichnungen "H1N1" und "grippe A" verwendet werden.
Die Infektionskrankheiten gehören mit etwa 15 Millionen Todesfällen pro Jahr weltweit zu
den häufigsten Todesursachen. Jedes Jahr kommt es in Mitteleuropa, meist zwischen Januar
und März, zu einer Influenzaepidemie mit mehreren Millionen Erkrankungen. Umgangssprachlich
wird der grippale Infekt häufig mit der echten Virusgrippe gleichgesetzt, doch
während andere Viren in erster Linie den Atemtrakt befallen und vor allem im Kindesalter
auftreten, zeichnet sich die Influenza durch schwere fieberhafte Erkrankungen in allen Altersgruppen
aus (vgl. Haas 2005: 1020).
Im April 2009 erkranken in Mexiko erstmals Menschen an einer neuen Form des Virus. Dieses
Virus war bis dahin unbekannt, kann aber wissenschaftlich schnell entschlüsselt werden
und erhält die Bezeichnung A/H1N1. Diese neue Form der Virusinfektion wird umgangssprachlich
auch als "Schweinegrippe" bezeichnet, da der Erreger vermutlich durch das
Durchmischen verschiedener Teile der Erbinformationen unterschiedlicher Grippeviren bei
Schweinen entstanden ist. Grippeviren (Influenzaviren) werden in die Typen A, B und C eingeteilt.
Den Angaben des deutschen Bundesministeriums für Gesundheit zufolge sind die Influenza-
Viren vom Typ A die gefährlichsten Viren (vgl. Bundesministerium für Gesundheit
2010: 3). Die neue Influenza A (H1N1) wird daher häufig mit der Spanischen Grippe in Verbindung
gebracht, die im Jahr 1918/19 ausbricht und in ihrem Verlauf weltweit 25-40 Millionen
Todesopfer fordert.Diese Grippe-Pandemie hatte so verheerende Folgen, da der neue
Erreger vom Typ A höchst ansteckend war und durch den ersten Weltkrieg bedingt sehr stark
verbreitet wurde (vgl. Vasold 2009: 126). Influenza-A-Viren sind extrem variabel und können sehr schnell in einer Reihe von Untertypen auftreten. Jeder dieser Untertypen ist imstande,
weitere Varianten hervorzubringen.[...]
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