Caesar und das Amt des Pontifex maximus
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Sprache:Deutsch
15,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
23.04.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
28 (Printausgabe)
Dateigröße
268 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638270915
Die Religion war neben der alltäglichen Ausübung vor allem präsent im politischen Bereich.
Der Senat z. B. tagte in einem sakral definierten Raum, einem templum. Senatssitzungen
wurden durch Weihrauchopfer der eintretenden Senatoren eröffnet. Diese Rituale wurden erst
nach einem langen Christianisierungsprozess der Oberschicht durch Bischof Ambrosius von
Mailand im Streit um den Viktoriaaltar beendet.1 Die römische Religion war eine
Opferreligion: So führten die hohen Magistrate in Rom, die Verwaltungsspitzen in den
Provinzen und die Feldherrn im Krieg ständig Opfer durch. Größere Aktivitäten wurden
durch Opfer sowie Anfragen an die Götter (Auspizien in Form der Vogelschau) eingeleitet
und durch diesen Rat abgesichert. "Vor wichtigeren Angelegenheiten, Auszug in einen Krieg,
Beginn einer Schlacht, wurde selbstverständlich geopfert und der Wille der Götter erfragt."2
Daneben waren die verschiedenen Vereinigungen einer Stadt als Kultvereine organisiert. "So
konstituierte sich etwa ein Verein aller Bäcker oder Lederarbeiter, um den Kult einer
bestimmten Gottheit - im ersten Fall etwa Vesta - zu pflegen, deren Festtag dann gemeinsam
begangen wurde."3 Religion bestimmte damit weite gesellschaftliche Bereiche mit.
Welche Bereiche umfasste der römische Kultus?
Die Religion der Römer umfasste die sacra publica, die öffentlichen Kulte, sowie den bereich
der sacra privata, der wiederum aufgeteilt war in Kulte für einzelne Haushalte (familiae), und
der Gentes. Als Sacra bezeichnete man die den Göttern geschuldeten Rituale. Für die privaten
Kulthandlungen handelte der pater familias als Priester.4 Die sacra publica unterschieden sich
von den anderen Kultakten vor allem durch ihre Finanzierung. Die Kosten für die
"öffentlichen Kulte" nämlich trug die politische Gemeinschaft. Die Einkünfte stammten aus
Steuern und Abgaben sowie aus Kriegsbeute. Heiligtümer und Tempelanlagen für sacra
publica wurden auf öffentlichem Grund errichtet und dann durch einen Akt der Konsekration
in einen locus sacer überführt, in ein Grundstück, das einer Gottheit als Eigentum gehörte.
Außerdem wurde jedem Kult ein Stück Land zur Unterhaltung zugewiesen. 5 [...]
1 Vgl.: Rüpke: Die Religion der Römer, S. 13.
2 Rüpke: S. 13.
3 ebd.
4 Vgl.: Muth: Einführung in die griechische und römische Religion, S. 289.
5 Vgl. zu diesem Abschnitt: Rüpke: S. 27f..
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