Prostitution in der DDR - "Von der ,Gefahr für die Volksgesundheit' zum Werkzeug der Stasi-Spionage" Weibliche Prostitution zu Zeiten des Arbeiter- und Bauernstaates
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
23.10.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
167 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640194797
jede Form von gesellschaftlichem Zusammenlebens zog sich das Phänomen "käufliche
Liebe". Auch im durchgeplanten System der ehemaligen DDR gab es Bedarf an
weiblichen Prostituierten. In der Nachkriegszeit nicht vordergründig moralisch
behandelt, änderten sich für sie die Umstände grundlegend mit der Einführung des
neuen Strafgesetzbuches 1968 in DDR. Fortan galten die Freudenmädchen strafrechtlich
als arbeitsscheu und gingen ihrer eigentlichen Bestimmung - arbeitstätig und Mutter zu
sein - nicht nach. Auch das Strafmaß erhöhte sich enorm, womit sich der Staat erhoffte,
Prostitution allmählich aus dem Bild der Öffentlichkeit entrücken zu können. Die
Erwartung, das Phänomen der »leichten Mädchen« würde in der DDR bald aussterben1,
wurde jedoch nicht erfüllt. Zwar reduzierte sich die Medienberichterstattung auf ein
Minimum, jedoch gingen die meisten Prostituierten ihrer Tätigkeit in einem heimlicheren
Rahmen weiterhin nach.
Mit Beginn der 70er Jahre wurden dann zunehmend junge Frauen vom "Ministerium für
Staatssicherheit" (MfS) angeworben. Ihre Aufgabe: Intimbeziehungen zu Personen aus
dem "Nichtsozialistischen Ausland" herzustellen und damit in Kenntnis wichtiger
Informationen und intimer Details zu gelangen.
Bis zum Ende der DDR entwickelte sich die Prostitution weiter und es etablierten sich
"Hochburgen" wie Leipzig, Rostock oder Ost-Berlin.
Die Arbeit beleuchtet die Entwicklung der DDR-Prostitution und den problematischen
Umstand, dass sie in der DDR 1968 zwar strafrechtlich verboten, dennoch über die
gesamte Existenz der Deutschen Demokratischen Republik hinweg vom "Ministerium für
Sicherheit" als Mittel der Spionage eingesetzt wurde.
Auf theoretischer Grundlage August Bebels basierend, soll auch die Stellung der
Prostitution in der sozialistischen Gesellschaft zur Antwortfindung einbezogen werden.
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