Gewalt in lesbischen Beziehungen
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Sprache:Deutsch
29,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
22.03.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
71 (Printausgabe)
Dateigröße
567 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656157366
Mein persönliches Interesse an dieser Thematik entstand während meiner Arbeit im Frauenhaus. Ich musste mich zwangsläufig mit dem Thema Gewalt in Partnerschaften sowie den damit verbundenen Erklärungsmodellen und Dynamiken auseinandersetzen. Angestoßen durch eine lesbische Klientin und Offenbarungen von Beziehungsgewalt unter Frauen in meinem privaten Umfeld, stellte sich mir die Frage nach der Prävalenz von Gewalt in lesbischen Beziehungen sowie adäquaten Hilfesystemen für von Gewalt bedrohten oder betroffenen lesbischen Frauen. Des Weiteren fiel mir auf, dass Erklärungsmodelle und Gewaltdynamiken, die angewendet auf heterosexuelle Beziehungen durchaus logisch und sinnvoll sind, auf lesbische Gewaltbeziehungen nicht oder nur in Teilen angewendet werden können. So entstanden die Leitfragen zu der vorliegenden Arbeit. Wie ist die Prävalenz von Gewalt in lesbischen Beziehungen? Welche Hilfesysteme gibt es in solchen Fällen und warum werden anerkannte Opferschutzeinrichtungen nicht höher frequentiert? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es zwischen Gewalt von Männern und Gewalt von Frauen gegen ihre Partnerin? Und müssen Fachkräfte speziell geschult sein, um bei lesbischen Gewaltopfern wie auch -täterinnen qualitativ gute Arbeit leisten zu können?
Um sich dem Thema besser nähern zu können, beginne ich mit einem Gewaltdiskurs, in dem sich Definitionen bestimmter gängiger Begrifflichkeiten, wie Aggression, Aggressivität, aggressives Verhalten und Gewalt und ihre Abgrenzungen zu einander wiederfinden. Die in der vorliegenden Arbeit verwendeten und herausgearbeiteten Definitionen beziehen sich ausschließlich auf Paarbeziehungen. Der Aspekt der staatlich legitimierten oder auch institutionellen Gewalt wird nicht beleuchtet, da er in diesen Zusammenhängen eine sekundäre zu vernachlässigende Rolle spielt.[...]
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