Die Datierungsproblematik der Dichtung Oswalds von Wolkenstein am Beispiel des so genannten Hussitenliedes "Ich hab gehört durch mangen granns"
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.07.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
36 (Printausgabe)
Dateigröße
426 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638812740
Oswald von Wolkenstein (um 1376-1445) verarbeitete wesentlich zeitnäher in dem ungewöhnlichen Lied Ich hab gehört durch mangen granns , dem so genannten Hussitenlied, die politischen Ereignisse um den böhmischen Reformator und die Folgen, die sich aus dessen Lehre ergaben. Der Verfasser bezieht mit dem Lied eindeutig gegen die hussitische Bewegung Stellung, - er entwickelt gar einen "fanatischen Hass auf diese bürgerlich-bäuerlichen Aufrührer und Ketzer." Die politische Stoßrichtung des Liedes kommt bereits durch die Verwendung des pejorativ aufgeladenen Begriffs "Gans" zum Ausdruck. Oswald verwendet dieses Bild aus der Ornithologie und zielt damit auf den böhmischen Gelehrten ab, denn Hus bedeutet im Tschechischen soviel wie Gans. Diese Übersetzung war bereits den Teilnehmern am Konstanzer Konzils geläufig und für sie negativ besetzt. Die Gegner des Hus' verwendeten die Beschreibung deshalb schon zu Beginn des Konzils und verhöhnten den böhmischen Lehr-meister als "Ganskopf". Während des Prozesses blieb die anklagende Seite, namentlich die Bischöfe von Brixen und Konstanz im Bild, indem sie forderten, dass die Gans "geröstet" und "gerupft" werden solle.
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