Die Bedrohung durch die Awaren - oder wie die Propaganda Karls des Großen im Awarenkrieg ein neues Feindbild schuf
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
03.01.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
348 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638883832
Durchweg, seit den Darstellungen von Gregor von Tour, über Einhard bis hin zu Widukind von Corvey fällt auf das einstige Reitervolk ein Schatten der Grausamkeiten, der Mythenhaftigkeit, aber vor allem auch ein stilisiert erscheinendes Gefühl der Bedrohung. Gerade der Aspekt der Bedrohung gewinnt besonders an Bedeutung, als Karl der Große im Jahre 791 zur Offensive schritt und diesen anscheinend so schrecklich wahrgenommenen Awaren den Krieg erklärte.
Aber selbst wenn eindeutige, in ihrer negativen Haltung gegenüber den Awaren übereinstimmende Aussagen getroffen werden, ist dennoch zur Vorsicht vor Stigmatisierung und Pauschalisierung geraten. Denn Auskunft über die Awarenkriege im 8. Jahrhundert geben hauptsächlich fränkische Quellen. Die Beschreibungen der Gegner sind dabei "keineswegs die spontane Spiegelung der Erfahrungen der karolingischen Reichsleitung mit den Awaren, sondern [gehen] auf einen literarischen Topos zurück, [sind] aus alten Büchern, die von den Awaren erzählen, [...]. Aus diesen Quellen [...] entnahm man den Tendenzen der Propaganda so entgegenkommende Gleichsetzung der Awaren mit den Alten Hunnen, die gleicherweise archaisierend und kompromittierend [waren]. Die Schilderungen der anscheinend grausamen und barbarischen Awaren bezogen sich demnach nicht auf die wahren Verhältnisse des 8. Jahrhunderts6. Den Sachverhalt einer Bedrohung mit Quellen von der Gegenseite, in diesem Fall mit awarischen Darstellung zu widerlegen, ist aufgrund nicht-vorhandener awarische Überlieferunge nicht möglich.
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