Reality-TV als Wegbereiter moralischen Verfalls Wohin steuern die Medien im 3. Jahrtausend?
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
15.07.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
9 (Printausgabe)
Dateigröße
281 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640374106
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Erst die Kombination aus a) Menschen, die völlig Würdeloses tun und b) Menschen, die derart Würdeloses konsumieren, legitimiert moralische Dekadenz. Mit anderen Worten wird das im TV gezeigt, was als gerade noch legitim gilt; und nicht selten werden die Grenzen dabei bewusst überschritten ganz nach dem Motto, dass ein bisschen mehr nicht schaden kann.
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Haben wir heute bei der wesensmäßigen Grenzenlosigkeit und der zunehmenden moralischen Abstumpfung menschlichen Handelns Sendeformate die derlei Tendenzen noch fördern, welcher noch fragwürdigeren Sendeinhalte bedarf es dann in Zukunft, um die Massen vor den Bildschirmen zu unterhalten? Vielleicht Sendeformate mit dem Titel "In jedem von uns steckt doch ein Metzger" oder "Ich kenne keine Schmerzen"?
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Medien beanspruchen in Demokratien neben ihrer Funktion als Informationsmarkt und Diskussionsplatform vorallem auch die einer Moralinstanz. Als solche vermitteln sie einen demokratietheoretisch äußerst sinnvollen Rahmen, oder genauer: sie vermitteln die Grenzen von in einer Gesellschaft zulässigen, allgemein anerkannten Werten. Verschiebt sich dieser Rahmen, so ändert sich auch das Wertebewusstsein der Menschen in der Gesellschaft und erzeugt so abweichende Tendenzen zu ursprünglich geächteten Vorstellungen und Handlungen. Dekadente Entwicklungen verfestigen sich so unbemerkt in unserem Denken und legitimieren sich derart selbst.
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Denn andernfalls ließe sich die Liste der in unserer Gesellschaft groß geschriebenen ethischen Prinzipien wie Integration, Gleichheitsdenken, individuelle Freiheit und gemeinschaftliches Zusammenleben um die Begriffe Abartigkeit, salonfähig gewordener Sadismus, perverse Geschmacklosigkeit und fragwürdige Sensationsgeilheit erweitern.
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