Hitler- und Selbstdarstellung in den Werken Stefan Zweigs
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
28.03.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
447 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656398516
Zuerst werde ich versuchen den Humanismus in Zweigschem Sinn näher zu beleuchten, da sich Stefan Zweig klar als Pazifist und etwas später auch deutlich als Anti-Nationalsozialist deklariert hat. Dies ist ein wesentlicher Gesichtspunkt, da auch die Protagonisten seiner Bücher, die ich besprechen werde, Humanisten sind und einige Ähnlichkeiten im Denkmuster mit Stefan Zweig aufweisen. Er war ein Verfechter der Idee von Toleranz und Freiheit, die er in seiner Zeit nicht finden konnte. Dieses "Erasmische Bewusstsein" ist ein elementarer Teil seines Wirkens und Schaffens, ohne dessen Kenntnis eine nähere Beschäftigung mit diesem Autor nur sehr schwer möglich ist.
Ein weiterer Punkt meiner Arbeit ist Stefan Zweigs Selbstdarstellung in seinen Werken, da einige Figuren doch deutliche Parallelen mit ihrem Autor aufweisen. Es ist interessant, dass sich Stefan Zweig stets nur mit den Figuren identifiziert, die am Ende doch besiegt werden, wohl ein deutliches Zeichen, das auf seinen späteren Selbstmord hinweist. Mit seinen Figuren definiert er sich als entschiedener Gegner von Diktatur und Gewalt und schafft mit seinen Werken ein Manifest des Friedens und der Toleranz.
Anschließend gehe ich auf meinen Kernpunkt dieser Arbeit, nämlich die Hitlerdarstellung in Zweigs "Schachnovelle", "Castellio gegen Calvin" und "Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam" näher ein, da die Hinweise in diesen Werken mehr als eindeutig sind. Speziell werde ich mich näher mit der Lutherdarstellung von Stefan Zweig auseinandersetzen, da diese Darstellung die Literatur am meisten beschäftigt und auch die größte Kritik an Zweigs Schaffen hervorgerufen hat. Weiters werde ich auch darauf eingehen, dass Luther von einigen nationalsozialistischen Autoren für ihre Zwecke missbraucht wurde und somit prädestiniert war für Stefans Zweig Ideologiekritik.
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