Zu "Ein Brief über Toleranz" von John Locke
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
30.11.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
11 (Printausgabe)
Dateigröße
214 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656072126
Locke verfasste vier "Briefe über die Toleranz". Im Folgenden werde ich mich mit dem einem Auszug aus dem Text bzw. aus dem zweiten Brief von 1689 beschäftigen.
In seinem Text "Ein Brief über Toleranz" geht Locke auf das Verhältnis zwischen Staat und Religion ein. Er ist der Meinung, dass der Staat sich aus den Glaubensangelegen-heiten der Bürger heraushalten müsse und die Kirche andere Glaubensrichtungen dulden müsse.
John Locke untermauert seine Thesen dabei im Wesentlichen mit religiös-christlichen und philosophischen Argumenten.
Das religiöse Argument bezieht sich auf die Bibel, in der nicht geschrieben steht, dass Menschen durch Gewalt zu einem Religionswechsel gezwungen werden dürfen. Auch gibt sie weder dem Staat noch der kirchlichen Obrigkeit die Befugnis dazu.
Philosophisch erläutert Locke die Funktionen des Staates. Seine These lautet, dass die Regierung nur existiere um das Eigentum, die Rechte, die Unversehrtheit und das Leben des einzelnen Bürgers zu schützen. Und der Staat würde seine Kompetenzen eindeutig überschreiten, wenn er sich auch noch um das "Seelenheil" des Bürgers kümmern würde.
Dazu ist er nicht in der Lage, da es beim Glauben auf die innere Überzeugung ankäme, die niemals mit Gewalt erzwungen werden könne. Natürlich zwinge man so die Bürger dazu, den Glauben rein äußerlich anzunehmen, doch wäre es nur Heuchelei und würde nicht nichts bringen. Selbst, wenn die Regierung in der Lage wäre, die innere Überzeugung der Bürger zu ändern, so wäre es nicht sicher, ob die Regierung auch den richtigen Glauben vertritt, denn genau wie die Bürger könne es sein, dass sie eine falsche Religion vertritt.
Jedoch ist Locke auch der Meinung, dass man Atheisten nicht dulden bzw. tolerieren dürfe. Er sieht den Glauben an Gott als notwendig. Denn ohne diesen Glauben müssten sie sich nicht an moralische Grundwerte halten. Daher seien die Atheisten in seinen Augen eine Gefahr für das friedliche Zusammenleben.
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