Zwischen Heilung und Wahnsinn: Potentielle Dichter in den frühen Romanen Vladimir Nabokovs
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
12.07.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
91 (Printausgabe)
Dateigröße
372 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656233671
Weil die Entstehung der Frühromane Vladimir Nabokovs auf seine entbehrungsreiche Zeit im Berliner Exil zurückzuführen ist, kann ihre Analyse nicht ohne eine ausführliche Betrachtung jener kulturellhistorischen Hintergründe erfolgen, die für die Entwicklung der schriftstellerischen Karriere des Autors zweifelsfrei von großer Bedeutung sind. Die Schilderungen von Verlust und kultureller Spaltung, von Einsamkeit und Identitätssuche nehmen in einem Großteil seiner in Berlin spielenden Geschichten aus den zwanziger und dreißiger Jahren einen zentralen Platz ein. Unter anderem wird darin auch die Suche des Schriftstellers nach eigener Selbstbestimmung im kulturellen und psychischen Zwischenraum des Berliner Exils thematisiert. Nicht zufällig rückt Nabokov in fast allen seinen Werken Exilkünstler in den Mittelpunkt, die es fortdauernd versuchen, durch die Schaffung fiktiver Welten dem sinnlosen Exilalltag zu entkommen. In der konstruierten Figur des Exilkünstlers werden zwei signifikante Lebenssphären, das Exil und die Kunst, aneinandergeknüpft. Dabei fällt auf, dass der Künstler und der Emigrant bei Nabokov ähnliche Züge besitzen: beide sind einsame, oft labile und sich abschottende Figuren der Peripherie.
[...]
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