Das Klavier als Instrument weiblicher Erziehung Versuch über die "schwarze" Klavierpädagogik des 19. Jahrhunderts
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
04.05.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
30 (Printausgabe)
Dateigröße
177 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638736428
Nach einer kurzen Bestandsaufnahme zur Rolle der Frau im 19. Jahrhundert ("Gesegnete Häuslichkeit") soll zunächst versucht werden, den innerfamiliären Bedingungen dieser gesamtgesellschaftlichen Situation durch Analyse der bürgerlichern Erziehungsmethoden näher zu kommen ("Die Kunst des harmlosen Parlierens"). Im Anschluss konzentriert sich der Hauptteil auf das Klavier - allerdings nicht als Instrument zur Vermittlung ästhetischer Botschaften, sondern vielmehr in seiner Verwendung als (musikalisches) Mittel zum (pädagogischen) Zweck. Dabei sollen neben der Analyse von Motivation, Ablauf und Ziel des Klavierunterrichts junger Mädchen im 19. Jahrhundert auch verwandte Aspekte rund ums Klavier, wie etwa die zeitgenössische Kritik am Klavierunterricht, das Phänomen der Salonmusik und die Rolle des Klaviers im Rahmen der Eheanbahnung, behandelt werden.
Im abschließenden dritten Teil ist dann vom doppelten Ende der "schwarzen" Klavier-Pädagogik (d. h. der systematischen Installation eines gesellschaftlichen Über-Ichs im Kinde) die Rede. Der Fokus hierbei liegt zunächst auf deren Aussetzen innerhalb individuell-biografischer Kontexte ("Die verheiratete Frau und das Klavier"), schließlich auf dem gesellschaftlichen Zusammenbruch des Klaviers als Instrument weiblicher Erziehung, der sich analog zum Niedergang des überkommenen Frauenbildes vollziehen sollte, wie es sich insbesondere in der Epoche des Biedermeier manifestiert hat; oder besser: wie es manifestiert wurde.
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