Die Bedeutung des Benediktinerordens für die Entwicklung der deutschen Volkssprache und Literatur
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
07.11.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
15 (Printausgabe)
Dateigröße
138 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638853248
Man bediente sich der Klöster um Territorien zu erschließen, um die Agrarwirtschaft zu strukturieren, zur Verwaltung und zur Friedenssicherung usw. und als Orte des gelehrten Wissens. Dieses politische und administrative Gewicht, welches ihnen zukam, nutzten sie um ihren religiösen und moralischen Vorstellungen Geltung zu verschaffen. Die Klöster waren, gerade durch die Regel des heiligen Benedikt, in der Lage die Grundlagen zur Entwicklung eines Bildungssystems zu schaffen. Sie bauten Dieses auf, und schufen einen Bedarf an volkssprachlicher Literatur, den sie auch selber deckten.
Um dieser gewaltigen Aufgabe gerecht zu werden, war die devote Haltung der Benediktiner, die die Demut bis zur Selbstaufgabe forderte, ihre Verpflichtung zur körperlichen und auch geistigen Arbeit und ihr geregelter Tagesablauf, der die notwendigen Energien zur Bewältigung dieser Arbeitsleistung freisetzte von großer, wenn nicht entscheidender Bedeutung.
Die Grundlagen für eine volkssprachliche Literatur bis zum Ende der Salierzeit sind fast ausschließlich durch die Abteien des Benediktinerordens geschaffen worden. Sie sind erfüllt von den Idealen dieser Gemeinschaft. Alle folgenden Entwicklungen bauen auf diesen Voraussetzungen auf. Auch die Rezeption neuer Texte, beispielsweise Französischer und Arabischer geschieht vor dem Hintergrund dieser Vorprägung. Daher ist der Zeitraum von den ersten Verschriftlichungen im 8. Jh. bis etwa 1125 nicht einfach als christlich sondern als benediktinisch dominiert zu verstehen. In darauf folgenden Zeit schwindet diese Dominanz in dem Maße, wie der Orden an Gewicht verliert und andere geistige und literarische Strömungen aufkommen. Da diese jedoch nicht isoliert von der Vorarbeit entstehen, läßt sich der benediktinische Einfluß auch dort mit schwindender Tendenz nachweisen.
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