Blockaden durch den Reformer - Bismarck und das Arbeiterschutzgesetz
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Sprache:Deutsch
13,99 €
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
16.06.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
851 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638194303
zu schaffen. Die im Parlament vertretenen Fraktionen -besonders das konservative
Lager- brachten nach der "Kaiserlichen Botschaft" Wilhelms I verschiedene konkrete
Umsetzungsvorschläge ein.
Diese lehnte Bismarck energisch ab, so dass das Gesetz erst 1891 -also nach seiner Entlassung-
zustande kommen konnte.
Welche der geforderten Maßnahmen enthielt es, wo blieben Lücken bestehen?
Diesen Fragen möchte ich in dieser Arbeit nachgehen, vor allem aber interessieren mich
die Beweggründe des Reichskanzler für seine Blockadehaltung. Welche Befürchtungen
sprach er aus, welche mag er insgeheim gehegt haben? Die Verdienste Bismarcks bei der Etablierung des Sozialversicherungssystems sind unbestritten.
Aufgrund der Größe dieses Projektes kommen in der Literatur andere Facetten
der bismarckschen Innenpolitik allerdings gelegentlich zu kurz.
Der Nationalökonom und Bismarckanalytiker Georg Adler geht sogar soweit, zu schreiben
der Eindruck von der Sozialversicherungsgesetzgebung als großem Werk "relativiere
sich bei der Betrachtung der sozialpolitischen Projekte, die durch die Prädominanz der
Arbeiterversicherungspolitik zurückgeworfen wurden."1
Daher soll in meiner Arbeit eines dieser "anderen sozialpolitischen Projekte" im Mittelpunkt
stehen, nämlich die 4. Gewerbeordnungsnovelle, besser bekannt als "Arbeiterschutzgesetz"
oder "Lex Berleps". [...]
1 Vgl.: in Lothar Machan (Hg.) 1994: "Bismarcks Sozialstaat - Beiträge zur Geschichte der Sozialpolitik und
zur sozialpolitischen Geschichtsschreibung"
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