Sexueller Missbrauch - ein Thema für den Unterricht?
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
26.07.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
25 (Printausgabe)
Dateigröße
1407 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638295376
Frage. Zur Beantwortung dieser heiklen Frage werde ich im
Folgenden zunächst Grundsätzliches zur Sexualerziehung in der
Schule sagen, um später die Begrifflichkeit des ,sexuellen
Missbrauchs' zu definieren um ihre Wichtigkeit im Unterricht zu
unterstreichen. Abschließend stelle ich in dieser Arbeit einen möglichen Ansatz für
die Präventionsarbeit im Primarstufenbereich vor. In der vorliegenden Arbeit nenne ich immer nur allgemein den
,Primarstufenbereich', meine damit aber selbstverständlich auch den
Primarstufenbereich einer Lernbehindertenschule! Warum schon im Primarstufenbereich Sexualerziehung? Früher galt das Prinzip ,Im Elternhaus erfahren die Kinder den richtigen Umgang
mit Sexualität - im Sinne der Eltern. Außerdem ist Sexualität erst ab
der Pubertät relevant.'. Darin zeigt sich, dass Sexualität untrennbar
mit Fortpflanzung zusammenhing, woraus sich der Schluss ergeben
würde: Kinder sind asexuelle Wesen. Doch das Gegenteil ist der Fall: "Kinder sind vom ersten Tag ihres
Leben an sexuelle Wesen, wenn auch auf andere Weise als
Menschen ab der Pubertät."1. ETSCHENBERG schreibt in >Sexualerziehung in der Grundschule<2,
das die Fortpflanzung zwar erst nach der Pubertät eine Rolle im
Leben eines jeden Menschen spielt, doch sie sagt auch, das die "Sexualität an sich (...) ein Thema [ist], das den Menschen ,von der Wiege bis zur Bahre' begleitet."3 Teilt man diesen Standpunkt, so ergibt sich der logische Schluss, dass der Mensch sich auch "von der Wiege bis zur Bahre" aktiv mit
seiner eigenen Sexualität auseinandersetzen sollte. Durch die allgegenwärtige Präsens von Sexualität in den Medien sind aber gerade SchülerInnen des Primarstufenbereichs mit Themen
konfrontiert, mit denen sie noch nicht alleine umgehen können. Das
heißt sie brauchen unterstützende Begleitung im Umgang mit ihrer
eigenen Sexualität, um die gesehen, gehörten und evtl. auch
erfahrenen Facetten der Sexualität verstehen zu können.
1 ETSCHENBERG (in Anlehnung an MÖNKEMEYER 1993 und NEUBAUER 1996) in: Sexualerziehung in der Grundschule, 2000, S. 9 2 2000 3 ebd. S. 9
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