Die Fischer-Kontroverse - eine Zäsur in der deutschen Geschichtsschreibung?
-
- Einzelkauf Download ausgewählt
-
Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
20.12.2001
Verlag
GRINSeitenzahl
36 (Printausgabe)
Dateigröße
301 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638106757
In der Vergangenheit gibt es einige Beispiele in denen Historiker aus ihrem sogenannten Schattendasein heraustraten und eine breite öffentliche Debatte auslösten.
Zweimal rückte in solchen Diskussionen inhaltlich die Kriegsschuldfrage im Ersten Weltkrieg in das Blickfeld der Deutschen. Einmal, bereits 1919 einsetzend, durchzog diese Auseinandersetzung den gesamten Zeitraum der Weimarer Republik. Dessen propagandistische Ausrichtung war ein Mosaikstein auf dem Weg in eine Diktatur.
Das zweite Mal, Anfang der 60er Jahre, löste eine fachliche Kontroverse einen öffentlich geführten Streit aus. Dieser leistete maßgeblich einen Beitrag zur politischen Kultur für die Demokratie in der Bundesrepublik - die Fischer-Kontroverse. Gleichzeitig stellte dies eine Zäsur in der Geschichtswissenschaft dar.
Die Berliner Morgenpost vom 3. Dezember 1999 würdigte in einem Nachruf den am Vortag verstorbenen Historiker Fritz Fischer folgendermaßen: "Die meisten Historiker denken nur über die Geschichte nach. Nur wenige aus der Zunft haben auch Geschichte gemacht. ... Untrennbar mit seinem Namen verbunden ist der erste große Historikerstreit der Bundesrepublik, die ,Fischer-Kontroverse'."
Diese Auseinandersetzung ist Gegenstand der nachfolgenden Arbeit. Ausgehend von den unterschiedlichen Positionen innerhalb der fachwissenschaftlichen Auseinandersetzung wird die öffentliche Wahrnehmung in ihren Wirkungen auf die bundesdeutsche Gesellschaft in ausgewählten Bereichen verdeutlicht. Der Schwerpunkt wurde hierbei auf den Aspekt der politischen Kultur gelegt. Insgesamt sind jedoch nur Grundstrukturen und Leitgedanken berücksichtigt worden, eine detaillierte Ausdifferenzierung hätte den Rahmen der Arbeit gesprengt.
An Aktualität hat die von Fritz Fischer ausgelöste Debatte nichts verloren. Es haben sich fachliche Wandlungen um den Anteil der deutschen Verantwortung am Ersten Weltkrieg und die Frage nach einer Kontinuität, die vom Deutschen Kaiserreich bis hin zur nationalsozialistischen Diktatur führte, vollzogen. Ein abschließender Konsens steht jedoch bis zum heutigen Tage nach wie vor aus.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice