Max Weber: Politik als Beruf
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
19.12.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
147 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638333078
Großbetriebe. Gegen die einseitige Anpassung des Studiums an die Erfordernisse des
Berufslebens protestieren u. a. die sogenannten "Freistudenten", die sich einem ganzheitlichen
Bildungsideal verpflichtet fühlen. In diesem Zusammenhang laden sie zu einer Vortragsreihe
über "Geistige Arbeit als Beruf", für die Max Weber als Referent gewonnen wird. Seine
zweite Rede, gehalten am 28.1.1919 in München, widmet er der "Politik als Beruf".
Die sich abzeichnende Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg bzw. die
chaotischen Situation der unmittelbaren Nachkriegszeit bilden unüberhörbar den
zeitgeschichtlichen Hintergrund seiner Stellungnahmen. Auch die für die vorliegende
Hausarbeit relevante politische Situation Deutschlands ist geprägt von zunehmender
Komplexität moderner Lebensweisen, die ihren Ausdruck in Rationalisierung,
Bürokratisierung und Demokratisierung finden. Max Weber sieht die Gelegenheit der Stunde
als "illusionsloser wie engagierter Anwalt intellektueller Redlichkeit"1 die gewachsene
Situation "wissenschaftlich" zu analysieren, um dann, zumindest formal, normative Aussagen
über politisches Handeln zu formulieren. Er bezieht Stellung und provoziert das Publikum zu
eigener Stellungnahme.
Erkenntnisleitende Fragestellungen der vorliegenden Arbeit werden neben dem Inhalt der
Rede "Politik als Beruf" Webers sozialwissenschaftliche Vorgehensweise aber auch die
Qualitäten des Textes als historische Quelle sein. Wie argumentiert Max Weber, wie belegt er
seine Thesen? Formuliert er eventuell eine Theorie? Die Frage nach Methoden, Paradigmen,
Schwerpunkten Perspektiven und nicht zuletzt Motivationen seiner Überlegungen? In wie
weit übt sich Max Weber selbst als Historiker und nimmt so Einfluß auf das Selbstverständnis
der Geschichtswissenschaft? In wie weit und unter welchen Bedingungen können Aussagen
über die beschriebene Zeit extrahiert werden?
Beide Vorträge, "Wissenschaft als Beruf" als auch "Politik als Beruf" gelten seit langem als
einzigartige und entsprechend viel diskutierte, zum Teil polarisierende Beiträge zur Analyse
der theoretischen und praktischen Aspekte neuzeitlicher Rationalität. Bei mancher
Verstaubtheit verspürt der Leser eine tiefe persönliche und gesellschaftliche Aktualität.
1 Jakob Ossner, Michael Rumpf, Joachim Vahland (Hg.), Weber: Wissenschaft als Beruf, Politik als Beruf, Stuttgart
1995, S.4
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